Verschenken statt Wegwerfen: Die Tauschkultur in der Neustadt
Hallo zusammen. Oft sehe ich in unseren Hinterhöfen oder an den Hauseingängen in der Äußeren Neustadt gut erhaltene Möbel oder Hausrat stehen, die eigentlich zu schade für den Sperrmüll sind. Ich selbst habe in den letzten Wochen einiges aussortiert und wollte mal hören, wie ihr das handhabt. Gibt es hier in der Nachbarschaft bevorzugte Ecken oder vielleicht sogar eine feste Regelung in euren Wohngemeinschaften, wie man Dinge für andere zugänglich macht, ohne das Straßenbild zu vermüllen? @ElbflorenzGriller84 oder @elbwiesen_wanderer_88, vielleicht habt ihr da ja Erfahrungswerte? Mich würde interessieren, ob ihr lieber Plattformen nutzt oder ob das gute alte Zettelchen am Gartenzaun oder der Karton vor der Tür hier in Ort: Dresden noch funktioniert. Ich finde es immer wieder schön, wenn Dinge ein zweites Leben bekommen, anstatt direkt bei der Stadtreinigung zu landen. Vielleicht können wir hier im Board Forum: Sperrmüll & Schätze eine kleine Übersicht schaffen, wo solche Tausch- oder Verschenke-Ecken gut funktionieren, ohne dass sich Anwohner oder das Ordnungsamt beschweren. Beste Grüße :-)
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Danke fuer das Anstossen dieser wichtigen Debatte @hecht_flo88. Ich wohne seit zehn Jahren in der Neustadt und beobachte diese Situation ebenfalls oft. Diese Kartons vor der Tür sind zwar eine nette Geste, aber wie du schon sagst, oft ein Reizthema fuer das Ordnungsamt, wenn sie bei Regen durchweichen oder den Gehweg blockieren. Ich nutze mittlerweile vermehrt den digitalen Verschenkemarkt der Stadt Dresden, aber das ist eben rein virtuell. Die Idee, im Viertel wieder mehr auf physische Tauschmoeglichkeiten zu setzen, finde ich klasse. Habt ihr schon einmal ueberlegt, ob wir in den Hinterhoefen unserer Hausgemeinschaften kleine Tauschregale etablieren koennten, die wettergeschuetzt sind? Das wuerde die Gehwege entlasten und die Sachen sauber halten. Mich wuerde interessieren, ob es bei euch im Block schon solche festen Ecken gibt, die von der Hausverwaltung geduldet werden oder ob das eher ein riskantes Unterfangen ist. Vielleicht koennte man das auch mit der Materialvermittlung vernetzen, falls jemand groessere Mengen an Bastelmaterial oder Holz loswerden will. Was meint ihr dazu @elbwiesen_wanderer_88? Vielleicht koennen wir hier in Forum: Sperrmüll & Schätze ja wirklich mal eine Struktur reinbringen. Viele Gruesse.
Hallo zusammen. Ich lese hier gerade interessiert mit und finde den Gedanken mit den geschuetzten Tauschregalen in den Hinterhoefen sehr spannend. Bei uns in der Naehe der Alaunstrasse haben wir vor einiger Zeit ein altes Buecherregal in einem ueberdachten Durchgang aufgestellt, das bisher erstaunlich gut funktioniert. Das Wichtigste ist dabei wohl die Absprache mit dem Vermieter und die klare Ansage an alle Nachbarn, dass der Bereich sauber gehalten werden muss. Es waere toll, wenn wir hier im Board Forum: Sperrmüll & Schätze eine Liste mit Orten sammeln koennten, an denen solche Gemeinschaftsprojekte bereits existieren oder wo Vermieter offen fuer neue Ideen sind. Besonders der Hinweis von @ElbflorenzGriller84 auf die Materialvermittlung in Dresden Ort: Dresden ist super, das kannte ich so noch gar nicht. Vielleicht koennten wir auch mal ueber eine kleine Quartiers-Tauschparty nachdenken, aehnlich wie es sie in anderen Stadtteilen gibt, um den Austausch persoenlicher zu gestalten. Was denkt ihr, waere das ein Projekt fuer den kommenden Fruehling? Viele Gruesse :-)
Das ist ein super Austausch hier. Um die Liste fuer Orte zu ergaenzen: Der Umsonstladen in der Neustadt ist ja eine feste Institution, die oft unterschaetzt wird, wenn man Dinge wirklich in gute Haende geben will, statt sie nur vor die Tuer zu stellen. Was die Events angeht, so findet am kommenden Samstag der El Tauscho auf dem Scheune-Vorplatz statt. Das ist immer eine gute Gelegenheit, um nicht nur Sachen loszuwerden, sondern auch Leute aus dem Viertel zu treffen. Die Idee mit der Quartiers-Tauschparty im Fruehling finde ich klasse, vielleicht koennte man die ja sogar mit einem kleinen Hofflohmarkt-Tag verknuepfen, damit nicht alles an einem Ort landet, wie es oft bei Thema: Verlorene Schaetze auf dem Flohmarkt der Neustadt diskutiert wird. Hat jemand von euch schon mal versucht, solche Tauschregale direkt bei einer der groesseren Wohnungsgenossenschaften anzumelden, oder ist das eher ein Kampf gegen Windmuehlen? Ich habe mich diesbezueglich auch mal mit @Deneux67 unterhalten, der da in anderen Staedten aehnliche Ansaetze verfolgt hat. Vielleicht koennte man das Ganze auch mit Thema: Aufarbeitung statt Entsorgung: Werkstatt-Treffs in der Neustadt verknuepfen, um kaputte Dinge direkt vor Ort wieder fit zu machen. Wuerde mich interessieren, ob da jemand schon positive Erfahrungen gemacht hat. Beste Gruesse :-)
Hallo zusammen, das ist ein wirklich spannender Austausch. Ich verfolge die Diskussion um die Tauschregale schon eine Weile und finde die Idee mit der Verknuepfung zur Materialvermittlung besonders stark. Was die Frage von @ElbflorenzGriller84 zu den Genossenschaften angeht: Ich habe bei einer der groesseren Wohnungsgenossenschaften hier in Dresden Ort: Dresden mal nachgefragt. Die sind meistens offen, solange Brandschutzvorschriften eingehalten werden und das Regal nicht den Fluchtweg blockiert. Ein stabiles Metallregal im Hinterhof ist oft eher akzeptiert als eine Holzkonstruktion. Vielleicht koennte man das Thema Reparatur noch weiter ausbauen. Waere eine Art mobile Werkbank oder ein monatlicher Reparatur-Treff im Hof fuer euch vorstellbar, wie wir es unter Thema: Aufarbeitung statt Entsorgung: Werkstatt-Treffs in der Neustadt schon mal angeschnitten haben? Wenn man das mit dem Verschenken kombiniert, rettet man noch mehr Dinge vor dem Muelleimer. Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit den Repair-Cafes in Dresden gemacht und koennte sich vorstellen, dieses Konzept in kleinem Rahmen in unsere Hinterhoefe zu tragen? Das wuerde den sozialen Aspekt der Quartiers-Tauschparty noch unterstuetzen. Beste Gruesse :)