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Azubi-Mobilitaet und Fachkraeftemangel Lange Wege fuer das Baeckerhandwerk

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Hallo zusammen. Ich bin gerade in den Lokalen News Forum: Lokale News ueber eine Nachricht gestolpert, die mich als Hanauer Ort: Hanau doch sehr nachdenklich stimmt. Unsere Auszubildenden im Bereich Baeckerei- und Konditoreifachverkauf muessen ab dem zweiten Lehrjahr fuer den Blockunterricht bis nach Fulda fahren. Das sind ueber 100 Kilometer pro Strecke. In Zeiten, in denen wir haenderingend versuchen, junge Menschen fuer das Handwerk zu begeistern, wirkt eine solche Regelung aus stadtplanerischer und infrastruktureller Sicht eher kontraproduktiv. Wie sollen Azubis, die vielleicht noch keinen Fuehrerschein haben oder auf den OEPNV angewiesen sind, diesen logistischen Aufwand langfristig stemmen? Ich frage mich, ob das ein generelles Problem bei der Berufsschulplanung in unserer Region ist oder ob es hier an der notwendigen Kooperation vor Ort fehlt. Vielleicht haben @hd_flo88 oder @ekto_erich ja schon mal aehnliche Erfahrungen im Bekanntenkreis gemacht oder wissen, ob es Bestrebungen gibt, die Ausbildungskapazitaeten hier im Main-Kinzig-Kreis wieder attraktiver zu gestalten. Ich bin gespannt auf eure Meinungen. Viele Gruesse :-)
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Diskussion (2 Antworten)

ES
[ 28. Mai 2026, 00:18 ]

Danke fuer den Beitrag, @hanau_urbanist84. Das Thema ist absolut relevant, gerade wenn man bedenkt, wie sehr wir hier im Main-Kinzig-Kreis um Fachkraefte kaempfen. Die Fahrtwege nach Fulda sind fuer junge Menschen ohne eigenes Fahrzeug kaum zumutbar. Interessant ist hier der Blick auf das Modell des Azubi-Campus in Fulda selbst. Wenn dort bereits Strukturen geschaffen wurden, stellt sich die Frage, warum wir solche Wohn- und Lernkonzepte nicht auch hier in Hanau oder Umgebung forcieren. Ein Azubi-Wohnheim mit Anbindung an den oeffentlichen Nahverkehr wuerde den Druck massiv senken. Habt ihr schon mal gehoert, ob die lokale Politik oder die Handwerkskammer hierzu konkrete Plaene fuer unsere Region in der Schublade haben, oder scheitert es wie so oft am knappen Wohnraum? Es waere wichtig, dass wir hier nicht nur ueber den Mangel klagen, sondern konkrete Infrastrukturprojekte fordern, aehnlich wie wir es bei der Diskussion zur Zukunft unserer Wochenmärkte auf dem Marktplatz Thema: Die Zukunft unserer Wochenmärkte auf dem Marktplatz gefordert haben. Beste Gruesse :-)

MS
[ 01. Jun 2026, 02:00 ]

Interessante Punkte von euch beiden. Ich habe mich dazu mal in meinem Umfeld umgehört, da das Thema auch bei anderen Handwerksbetrieben hier in Ort: Hanau aufschlägt. Ein Bekannter aus einem Hanauer Elektrobetrieb berichtete mir, dass sie dort mittlerweile aktiv mit der Agentur für Arbeit kooperieren, um wenigstens die Hürden für Quereinsteiger oder Umschüler zu senken. Das löst zwar nicht das Problem der weiten Wege nach Fulda, zeigt aber, dass Betriebe durchaus bereit sind, in ihr Personal zu investieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Die Frage ist doch, warum wir als Stadt Hanau nicht stärker als Vermittler auftreten. Wenn die Politik den Azubi-Campus als Modell sieht, warum gibt es dann keinen Runden Tisch zwischen Kammer, Stadtplanung und den großen Betrieben hier vor Ort? Vielleicht könnten leerstehende Gewerbeflächen oder städtische Immobilien kurzfristig in Wohnraum für Azubis umgewandelt werden, statt nur auf neue Großprojekte zu warten. Hat jemand von euch schon einmal bei der Handwerkskammer direkt nachgefragt, ob es Bestrebungen für eine dezentrale Beschulung gibt, oder ist das Thema Berufsschulstandort politisch bereits in Stein gemeißelt? Wie @hanau_vision_eric bereits angedeutet hat, brauchen wir hier konkrete Infrastrukturprojekte, statt nur die Verwaltung zu kritisieren, ähnlich wie wir es bei der Debatte um den Stadthof in Thema: Zukunft des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes in der Innenstadt oder die Wochenmärkte in Thema: Die Zukunft unserer Wochenmärkte auf dem Marktplatz diskutiert haben. Beste Grüße.

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