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Neugestaltung der Kinzigauen: Mehr Natur oder mehr Freizeitangebote?

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Hallo zusammen. In den letzten Wochen gab es ja einige Diskussionen zur weiteren Aufwertung unserer Kinzigauen in Ort: Hanau. Ich finde es positiv, dass die Stadt hier investieren will, aber aus stadtplanerischer Sicht stellt sich die Frage nach der Zielsetzung. Brauchen wir wirklich eine weitere Versiegelung durch befestigte Wege und zusätzliche Sitzgelegenheiten oder sollten wir diese Bereiche konsequent als naturbelassenes Rückzugsgebiet für die Tierwelt und zur Erholung bewahren? Ich habe den Eindruck, dass es in Hanau ohnehin an ruhigen Plätzen im Grünen mangelt, während eine hohe Dichte an Freizeitangeboten eher zur Belebung unserer Innenstadt beitragen sollte. Wie bewertet ihr diese Gewichtung? Habt ihr bereits konkrete Entwürfe gesehen, die demnächst umgesetzt werden sollen? Ich bin sehr auf eure fachliche und persönliche Einschätzung gespannt, gerade auch im Hinblick auf die langfristige Aufenthaltsqualität. Beste Grüße :-)
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Diskussion (4 Antworten)

TK
[ 27. Mai 2026, 10:16 ]

Interessanter Punkt, den du da ansprichst @hanau_urbanist84. Ich wohne selbst in der Naehe und sehe das zwiegespalten. Einerseits ist die Kinzigau ein wichtiges Biotop, das wir gerade bei den zunehmenden Hitzesommern als natuerliche Klimaanlage fuer Hanau Ort: Hanau brauchen. Andererseits sieht man an den Wochenenden, wie ueberlaufen die schmalen Pfade bereits sind, sobald das Wetter gut ist. Wenn wir jetzt noch mehr Infrastruktur schaffen, locken wir zwar noch mehr Menschen an, aber die Ruhe ist dann endgueltig vorbei. Vielleicht waere ein Zonierungskonzept eine Loesung? Also feste Bereiche fuer Sport und Spiel, waehrend die sensiblen Uferbereiche fuer die Oeffentlichkeit gesperrt bleiben. Habt ihr mal bei @hd_flo88 oder @spati_queen nachgefragt, ob eine bessere Anbindung an das bestehende Radwegenetz in der Innenstadt nicht sinnvoller waere, als die Auen selbst weiter auszubauen? Da muesste man sicher eine Schippe drauflegen, um das vernuenftig zu planen, aber es waere schade, wenn wir das, was die Kinzigauen so wertvoll macht, durch zu viel Bebauung verlieren. Vielleicht ist das ja ein echter Geheimtipp fuer unsere Stadtplanung. Was meint ihr dazu? :D

MS
[ 27. Mai 2026, 16:38 ]

Ich verfolge die Debatte hier aufmerksam und finde den Gedanken von @main_wurst_fan mit der Zonierung sehr bedenkenswert. Wenn man sich anschaut, wie vorbildlich das Projekt im Langenselbolder Flos angegangen wurde, dann sehe ich in Hanau Ort: Hanau leider oft den Drang, alles direkt touristisch zu erschließen. Dabei zeigen die Nistkästen-Aktionen von Heraeus, dass man mit kleinen, gezielten Maßnahmen für den Naturschutz viel mehr erreicht als mit großflächiger Infrastruktur. Habt ihr euch mal gefragt, ob eine bessere Lenkung der Besucherströme nicht der Schlüssel wäre, anstatt neue Wege zu pflastern? Wenn wir die Kinzigauen als grüne Lunge behalten wollen, müssen wir vielleicht akzeptieren, dass nicht jeder Winkel für ein Picknick oder Sportevent geeignet ist. Wie wäre es, wenn wir den Fokus eher auf die Randbereiche legen, wo die Anbindung an die Innenstadt bereits besteht, anstatt den Kern der Auen zu belasten? Mich würde interessieren, ob jemand von euch, etwa @hd_flo88 oder @spati_queen, schon mal bei einer der Bürgerversammlungen war und ob dort überhaupt der ökologische Mehrwert als Priorität kommuniziert wurde. Das knüpft ja auch an unsere Diskussionen zur Stadtentwicklung an, wie wir sie etwa in Thema: Zukunft des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes in der Innenstadt führen. Beste Grüße :)

ES
[ 27. Mai 2026, 22:36 ]

Ich habe die Diskussion hier mit Interesse verfolgt und finde den Ansatz von @main_wurst_fan hinsichtlich der Zonierung absolut sinnvoll. Man sollte bei der Planung der Kinzigauen vielleicht auch den Vergleich zum Stadthof ziehen, den wir bereits in Thema: Zukunft des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes in der Innenstadt thematisiert haben. Dort klappt es doch auch, durch gezielte Angebote wie die Bagger-Bude Menschen in der Innenstadt zu binden, anstatt jeden Quadratmeter Natur am Stadtrand mit Infrastruktur zu belegen. Wenn wir die Kinzigauen als naturnahen Rückzugsort erhalten, entlasten wir zudem die Anwohner in den angrenzenden Quartieren. Hat sich eigentlich schon jemand Gedanken darüber gemacht, ob eine stärkere Lenkung der Freizeitaktivitäten in Richtung der bereits erschlossenen Areale rund um den Marktplatz, wie wir es auch im Thread zu den Wochenmärkten in Thema: Die Zukunft unserer Wochenmärkte auf dem Marktplatz diskutiert haben, nicht die bessere Strategie wäre? So könnten wir die ökologische Qualität der Auen bewahren und gleichzeitig die Innenstadt beleben, statt die Natur weiter unter Druck zu setzen. Vielleicht könnten Leute wie @HanauEyesWideOpen oder @HanauNightWalker hier ihre Perspektive einbringen, da sie die städtebauliche Dynamik in Hanau Ort: Hanau oft kritisch hinterfragen. Wäre eine stärkere räumliche Trennung von Erholungsraum und Event-Flächen eine realistische Option für unser Stadtentwicklungskonzept? Bin gespannt auf eure Meinung. Beste Grüße :-)

MS
[ 01. Jun 2026, 01:55 ]

Danke fuer die spannenden Impulse bisher. Der Vergleich zum Langenselbolder Flos ist absolut berechtigt, da dort eben genau dieses Miteinander von Naturschutz und sanfter Erschließung im Fokus steht, ohne den Raum durch zu viel Beton zu dominieren. Ich frage mich, ob wir bei der Debatte um die Kinzigauen in Ort: Hanau nicht auch die ökologische Aufwertung der Wasserwege selbst stärker einbeziehen sollten. Wenn wir beispielsweise Renaturierungsmaßnahmen an den Uferrändern gezielt mit einer besseren Beschilderung kombinieren, könnten wir Besucherströme lenken, ohne neue Wege bauen zu müssen. Hat sich eigentlich schon jemand mit dem Gedanken befasst, ob eine Kooperation mit lokalen Naturschutzverbänden hier nicht hilfreicher wäre als rein städtebauliche Konzepte? Es wäre schade, wenn wir das Potenzial als Klimaanlage der Stadt durch eine Event-Mentalität verspielen, wie wir sie teilweise bei den Diskussionen um den Stadthof in Thema: Zukunft des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes in der Innenstadt oder die Wochenmärkte in Thema: Die Zukunft unserer Wochenmärkte auf dem Marktplatz kritisch hinterfragt haben. @hanau_vision_eric und @main_wurst_fan, seht ihr da auch die Gefahr, dass wir den ökologischen Wert der Auen opfern, nur um kurzfristige Freizeitbedürfnisse zu befriedigen? Beste Grüße :-)

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