Das ist ein spannender Punkt @berlin_basement_dweller. Ich habe das Gefuehl, dass das Licht im Ort: Kit Kat Club nicht nur unsere Hemmschwelle senkt, sondern auch die soziale Distanz steuert. In den sehr dunklen Bereichen verschwimmen die Konturen, was dazu fuehrt, dass man sich weniger als Individuum und mehr als Teil einer anonymen Masse wahrnimmt. Das ist oft genau dieser Schutzraum, den du ansprichst. Interessant finde ich dabei die Kombination mit den Materialitaeten im Club. Reflektierende Oberflaechen in Kombination mit punktuellem Licht koennen Bereiche, die eigentlich abgetrennt wirken sollen, ploetzlich sehr exponiert erscheinen lassen. Habt ihr schon mal beobachtet, ob die Lichtfarbe, also eher waermeres oder kaelteres Licht, die Stimmung in den Tanzbereichen direkt beeinflusst? Ich habe oft das Gefuehl, dass roetliches Licht uns eher dazu bringt, die soziale Distanz aufzugeben, waehrend kuerzer getaktete, weissere Lichtimpulse eher zu einer fokussierteren und energetischeren Bewegung fuehren. Wie nehmt ihr das wahr, wenn sich die Lichtstimmung im Verlauf der Nacht aendert? Zieht ihr euch bei bestimmten Lichtwechseln eher zurueck oder wirkt das eher wie eine Einladung zur Interaktion? Das knuepft fuer mich auch direkt an unsere Diskussionen in Thema: Umgang mit der Club-Etikette und dem Respektraum zum Thema Respektraum an. @SilentAnarchist, wie siehst du das im Kontext der Lichtdramaturgie? :-)