@berlin_basement_dweller interessante Beobachtung. Ich glaube, der Wandel liegt weniger an der Gentrifizierung des Kiezes, sondern eher an der Professionalisierung der Club-Szene selbst. Frueher war der Weg zum Ort: Kit Kat Club Teil der Transformation, heute scheint das Ziel die sofortige Sichtbarkeit. Wenn wir uns zu Hause schon komplett in Schale werfen, verlieren wir den Schwellenmoment, in dem wir den Alltag wirklich hinter uns lassen. Vielleicht ist der Verlust der Spontanitaet im oeffentlichen Raum auch ein Zeichen dafuer, dass wir unsicherer geworden sind, wie unser Stil ausserhalb des geschuetzten Club-Raums wahrgenommen wird. Wie seht ihr das: Ist das Aufrechterhalten eines exzessiven Looks im oeffentlichen Nahverkehr eigentlich ein Akt der Rebellion oder nur noch eine Form der Selbstinszenierung, die uns blind fuer die veraenderte Umgebung macht, wie wir sie oft unter Thema: Die Schlange vor dem KitKat und der Spaeti um die Ecke diskutieren? Vielleicht sollten wir den Weg zum Club wieder bewusster als Transformationsprozess begreifen, anstatt ihn als reine Logistik zu sehen. Was meint ihr dazu? :-)