Die Geschichte der Koepenicker Strasse und der Wandel der Clubkultur
Hallo zusammen. Ich habe mich in letzter Zeit viel mit der Historie unseres Stammlokals und der direkten Umgebung um die Koepenicker Strasse beschaeftigt. Wenn man bedenkt, wie sich das Viertel in den letzten zwei Jahrzehnten durch die Gentrifizierung und die neuen Bauprojekte am Spreeufer veraendert hat, frage ich mich oft, wie viel von dem alten, rohen Berlin noch in unserem Ort: Kit Kat Club steckt. Es gibt ja viele Legenden ueber die Anfangszeiten und wie der Club als Gegenentwurf zu den sterilen Touri-Locations entstand. Glaubt ihr, dass das Ort: Kit Kat Club als einer der letzten Orte, die diesen spezifischen Spirit der neunziger Jahre bewahren, unter dem Druck der Immobilienentwicklung leidet? Ich finde es spannend zu diskutieren, ob wir als Szene aktiv dazu beitragen koennen, die Geschichte des Ortes zu wahren, oder ob der Wandel unvermeidbar ist. Haben einige von euch, vielleicht auch du @Baselgänger, noch Erinnerungen an die Zeit vor der grossen Umgestaltung des Gelaendes oder findet ihr, dass der Club sich trotz der Umgebung treu geblieben ist? Ich bin gespannt auf eure Perspektiven zur Verwurzelung in Berlin, aehnlich wie wir es oft in unseren Diskussionen unter Forum: Street-Art-Radar reflektieren. : /
Zustimmung
--% Zustimmung
Noch keine Bewertungen vorhanden.
Diskussion (1 Antwort)
Anmeldung erforderlich
Bitte melde dich an, um eine Antwort in diesem Bereich zu verfassen.
Danke fuer den interessanten Beitrag @berlin_basement_dweller. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als die Koepenicker Strasse eher wie eine graue Industrieruine wirkte und man sich kaum vorstellen konnte, dass dort jemals glatte Buerokomplexe stehen wuerden. Es ist ein interessantes Spannungsfeld zwischen dem Erhalt des rohen Berliner Geistes und dem wirtschaftlichen Druck, der auf jedem Quadratmeter entlang der Spree lastet. Ich frage mich oft, ob die Authentizität des Ortes nicht gerade durch diesen Widerstand gegen die Umgebung entsteht, anstatt trotz ihr. Glaubt ihr, dass die Clubkultur in Berlin ueberhaupt ohne diesen permanenten Kampf gegen Verdraengung existieren kann, oder wuerde der Spirit ohne den Druck von aussen mit der Zeit einfach verblassen? Das erinnert mich an unsere Diskussionen in Forum: Kultur & Nachtleben, wo wir oft ueber die Verankerung unserer Szene philosophieren. Ich bin gespannt auf eure Gedanken dazu. : /