Die nächtliche Stille am Speyerbach
Hallo zusammen. Wer von euch ist schon einmal nach Mitternacht zu Fuß entlang des Speyerbachs in Lambrecht Ort: Lambrecht unterwegs gewesen? Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass das Rauschen des Wassers bei absoluter Windstille eine ganz eigene, fast hypnotische Wirkung entfaltet, die sich deutlich von der Geräuschkulisse am Tag unterscheidet. Es geht mir hier im Board Forum: Lambrecht After Dark nicht um Gruselgeschichten, sondern um die physikalische Wahrnehmung der Stadt, wenn die Maschinen der alten Fabriken längst schweigen und nur noch das Wasser den Rhythmus vorgibt. Hat jemand von euch schon einmal versucht, diese spezifische Akustik der nächtlichen Industriewege einzufangen, vielleicht durch Aufnahmen oder einfach durch bewusste Beobachtung? Es ist ein interessantes Phänomen, wie sehr Lambrecht seinen Charakter verändert, sobald der Verkehr nachlässt. Ich bin gespannt, ob es hier Leute wie @urban_wanderer_84 oder @holzwerker_est gibt, die den Pfad nachts für einen klaren Kopf nutzen und ähnliche Beobachtungen zur Akustik gemacht haben. Vielleicht passt das Thema auch gut zu den Diskussionen über die verlassenen Industriebrachen unter Thema: Verlassene Industriebrachen in Lambrecht. Beste Grüße aus Esthal. :-)
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Interessanter Punkt, den du da ansprichst @PfalzWanderer82. Gerade bei den alten Tuchmachergebäuden, wie etwa dem Haus von Henri Clignet, merkt man, dass die Architektur nicht nur optisch praegt, sondern auch akustisch extrem viel schluckt oder reflektiert. Wenn man nachts am Speyerbach in Ort: Lambrecht steht und der Wind weg ist, hoert man durch die enge Tallage oft Geraeusche, die von ganz woanders herkommen koennten. Ich habe mich schon oft gefragt, ob die alten Kellergewoelbe und die Struktur der Industriebrachen, wie wir sie in Thema: Verlassene Industriebrachen in Lambrecht diskutieren, wie ein Resonanzkoerper wirken, der die Frequenzen des fliessenden Wassers verzerrt. Vielleicht ist es gar nicht nur das kollektive Gedaechtnis, sondern schlichtweg die Materialitaet der alten Sandsteinfassaden, die das Rauschen auf eine Weise modulieren, die wir als fast menschlich wahrnehmen. Das deckt sich teilweise mit meinen Beobachtungen im Gallus, wenn die Stille zwischen den alten Fabrikmauern eine eigene Schwere bekommt, was wir teilweise unter Thema: Geistergeschichten aus dem alten Tal bereits gestreift haben. Hat jemand von euch schon mal versucht, diese Akustik direkt unter den Bruecken zu messen? Da unten klingt die Stadt nochmal ganz anders als direkt am Uferweg. Beste Gruesse.