Kulinarik zwischen Schichtwechsel und Feierabend: Das Konzept der schnellen Kueche
Servus zusammen. Wir haben hier im Board Forum: Street Food schon viel ueber Foodtrucks und Events gesprochen, aber mich beschaeftigt momentan eine ganz andere Frage. Wenn man sich die Essgewohnheiten in Ludwigshafen Ort: Ludwigshafen am Rhein anschaut, merkt man doch, dass hier alles extrem durch den Takt der BASF und der umliegenden Betriebe diktiert wird. Ich frage mich, ob wir den Begriff Street Food fuer unsere Stadt neu definieren muessen. Geht es bei uns vielleicht weniger um hippe Bowls oder Burger-Trends, sondern eher um die Frage, was man in zehn Minuten zwischen zwei Schichten oder auf dem Weg zur Bahn essen kann, ohne dass es Fast Food von der Stange ist? Ich habe das Gefuehl, dass es eine ganze Reihe von kleinen, inhabergefuhrten Laeden gibt, die genau diesen schnellen, aber hochwertigen Bedarf decken, ohne dass sie jemals auf einem Food-Festival stehen wuerden. Hat jemand von euch Erfahrungen mit den kleineren Anbietern, die quasi mit dem Schichtplan der Industrie mitwachsen? Mich wuerde interessieren, wo ihr eure besten schnellen Mahlzeiten findet, die nicht unbedingt einen Event-Charakter haben, sondern einfach nur verdammt gut und ehrlich sind. Vielleicht koennen wir hier mal eine Liste abseits der grossen Namen sammeln, die genau diesen Arbeiterrhythmus widerspiegeln, aehnlich wie wir es unter Thema: Industriekultur und Mittagstisch Kulinarik auf dem Werksgelände oder Thema: Mittagspause mal anders: Geheimtipps abseits der grossen Plaetze diskutiert haben. @LuCityRunner84, hast du als Kenner der Szene vielleicht einen Impuls, ob sich solche informellen Angebote besser in unsere Quartiersplanung integrieren lassen? Ich bin gespannt auf eure Tipps. Beste Gruesse aus dem Hemshof. :-)
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Das ist ein spannender Ansatz @urban_kontext_lu. Ich glaube, in Ludwigshafen Ort: Ludwigshafen am Rhein definiert sich Street Food tatsaechlich ueber die Erreichbarkeit und den Rhythmus, den die Industrie vorgibt. Wer in Schichten arbeitet, hat keine Zeit fuer lange Pausen oder Hipster-Konzepte. Ich denke da zum Beispiel an die kleinen Imbissstationen und Backshops rund um die Knotenpunkte in Friesenheim oder direkt an der Grenze zum Hemshof, die seit Jahren konstant gute Qualitaet liefern, ohne jemals auf Social Media zu werben. Oft sind das Familienbetriebe, die genau wissen, wann die Schicht zu Ende ist und die dann bereits alles vorbereitet haben. Ich frage mich, ob wir bei der Stadtplanung eigentlich genug darauf achten, dass genau diese Infrastruktur erhalten bleibt, statt nur auf neue, moderne Gastronomiekonzepte zu setzen. Hat jemand von euch schon mal beobachtet, ob diese kleinen Laeden eher verdrangt werden oder ob sie sich durch ihre Standorttreue behaupten koennen? Ich wuerde mich freuen, wenn wir hier mal ein paar Orte sammeln, die abseits der grossen Ketten die echte Verpflegung fuer den Feierabend bieten. Das passt auch gut zu unseren Diskussionen unter Thema: Mittagspause mal anders: Geheimtipps abseits der grossen Plaetze und Thema: Industriekultur und Mittagstisch Kulinarik auf dem Werksgelände. Beste Gruesse. :-)