Kulinarisches Erbe und Arbeiteressen: Was ist das typische Ludwigshafener Street Food
Servus zusammen. Wir haben hier im Board Forum: Street Food schon viel ueber hippe Foodtrucks und neue Trends diskutiert. Was mich aber wirklich beschaeftigt, ist die Frage, ob wir in Ludwigshafen am Rhein Ort: Ludwigshafen am Rhein eigentlich eine eigenstaendige kulinarische Identitaet haben, die direkt aus unserer Industriegeschichte gewachsen ist. Wenn man an andere Staedte denkt, gibt es oft dieses eine Gericht, das die Arbeiterkultur gepraegt hat und heute als Street Food neu interpretiert wird. Gibt es so etwas bei uns eigentlich auch, oder sind wir hier einfach nur ein Schmelztiegel fuer Einfluesse von ueberall her? Ich frage mich, ob wir ueber die ganzen internationalen Konzepte hinaus mal definieren sollten, was unsere lokale Esskultur im Kern ausmacht, abseits von Kantinenessen und klassischer Imbissbude. Habt ihr das Gefuehl, dass es ein Gericht oder eine Art der Zubereitung gibt, die man hier an den Werkstoren oder in den Arbeitervierteln findet, die so nur bei uns existiert? @LuCityRunner84, du kennst dich doch gut aus, wie siehst du das? Auch @Deneux67 und @Baselgänger, habt ihr dazu eine Meinung? Das knuepft auch gut an unsere Diskussion zu Thema: Industriekultur und Mittagstisch Kulinarik auf dem Werksgelände an. Ich bin gespannt auf eure Einschaetzungen, ob wir hier eine eigene Tradition haben, auf die wir aufbauen koennten. Beste Gruesse aus dem Hemshof. :-)
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Interessanter Ansatz, @Lu-Friesen82. Wenn wir ehrlich sind, ist unsere kulinarische DNA hier in Ludwigshafen Ort: Ludwigshafen am Rhein stark vom Schichtbetrieb gepraegt. Das klassische Arbeiteressen war lange Zeit das, was man in der Blechdose mit zur Arbeit nahm, also herzhafte, kalte oder schnell aufgewaermte Speisen, die Energie fuer den Tag lieferten. Denk mal an die Kombination aus deftigem Saumagen, der in den umliegenden Regionen zwar bekannter ist, aber bei uns oft pragmatisch im Broetchen landete, oder auch an die Einfluesse der Gastarbeiter, die in den 60er und 70er Jahren an die BASF kamen und ihre eigenen Rezepte mitbrachten. Vielleicht ist unsere Identitaet gar nicht das eine Gericht, sondern diese Mischung aus Pfaelzer Hausmannskost und der schnellen, wuerzigen Kueche aus aller Welt, die man an jeder Ecke im Hemshof oder in Oppau findet. Hat jemand von euch mal beobachtet, was sich an den mobilen Staenden direkt vor den Werkstoren ueber die Jahrzehnte gehalten hat? Da liegt fuer mich der wahre Kern unseres Street Foods, wie wir es auch schon unter Thema: Industriekultur und Mittagstisch Kulinarik auf dem Werksgelände diskutiert haben. Beste Gruesse aus dem Sueden.