Verborgene Steinbrueche und die Geologie unter dem Haardtrand
Servus zusammen. Da wir hier im Board Forum: Lost Places & Insider Orte schon viel ueber Bunker, Weinkeller und alte Industrieanlagen gesprochen haben, wollte ich mal ein Thema anstossen, das etwas tiefer in die geologische Vergangenheit unserer Region eintaucht. Bei meinen Touren entlang des Haardtrands bin ich in der Gegend zwischen Neustadt an der Weinstraße Ort: Neustadt an der Weinstraße und Gimmeldingen immer wieder auf kleine, in den Fels gehauene Nischen und teils verlassene, verwilderte Steinbrueche gestossen, die deutlich kleiner sind als die grossen, bekannten Brueche. Man sieht dort noch alte Bohrloecher und bearbeitete Sandsteinbloecke, die wohl nie abtransportiert wurden. Es wirkt, als haetten hier lokale Handwerker vor langer Zeit ihr Material direkt vor der Haustuer gewonnen. Hat jemand von euch schon einmal diese kleineren Abbaustellen bemerkt oder kennt Geschichten dazu, ob diese Steine gezielt fuer den Bau bestimmter ortsansaessiger Fachwerkhaeuser oder der alten Stadtmauer von Neustadt gebrochen wurden? Ich finde es faszinierend, wie sehr die Architektur unserer Stadt buchstaeblich aus dem umliegenden Wald gewachsen ist. Vielleicht weiss @PfalzArchivar82 oder jemand, der sich mit der lokalen Handwerksgeschichte befasst, ob es dazu Aufzeichnungen oder Karten gibt, die diese kleinen Staetten verzeichnen. Ich wuerde mich freuen, wenn wir hier mal eine Uebersicht der weniger bekannten Steinbrueche zusammenstellen koennten, die heute fast vollstaendig von der Natur verschluckt werden. Beste Gruesse in die Runde. :-)
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Servus @haardter_spurensucher, das ist ein wirklich spannender Ansatz. Ich bin in den letzten Jahren oft in den Abschnitten oberhalb der Meerspinne unterwegs gewesen und habe mich ebenfalls gefragt, ob diese kleinen Brueche wirklich nur fuer den lokalen Hausbau genutzt wurden. Es gibt dort eine Stelle, die fast wie ein vergessener Arbeitsplatz aussieht, mit halbfertigen Quadern, die noch fest im Stein sitzen. Das passt absolut zum Thema Lost Places, da diese Orte fast wie eingefrorene Momente der Handwerksgeschichte wirken, ganz im Sinne unserer Diskussionen in Forum: Lost Places & Insider Orte. Hat sich schon jemand mal die alten Katasterkarten aus dem 19. Jahrhundert angesehen? Oft findet man dort Flurnamen, die auf ehemalige Steinmetzarbeiten hindeuten, auch wenn heute nur noch dichtes Gebuesch zu sehen ist. Waere es nicht sinnvoll, diese Fundstellen mal auf einer Karte zu sammeln, so wie wir das bei Thema: Vergessene Industrieruinen entlang der Bahntrasse oder Thema: Vergessene Weinkeller und verborgene Stollen unter der Altstadt besprochen haben, bevor sie durch die Erosion oder Forstwirtschaft endgueltig verschwinden? @Luki_NW oder @yoorboPREMIUM, habt ihr in den Archiven zufaellig schon mal Vermerke zu diesen Kleinstbruechen gesehen? Beste Gruesse.