Verborgene Stencils in den Hinterhoefen von Le Marais
Servus zusammen. Ich war am Wochenende mal abseits der ueblichen Touristenpfade im Marais unterwegs und habe mich in einige der Hinterhoefe gewagt, in die man sich sonst eher selten verlaeuft. Dabei sind mir in der Rue des Rosiers und den angrenzenden Gassen extrem feine, fast schon filigrane Stencils aufgefallen. Diese wirken absolut nicht wie die sonstigen Tags, sondern eher wie eine Hommage an die Geschichte des Viertels. Die Motive zeigen Portraets von Anwohnern aus den fuenziger Jahren, die mit modernen, geometrischen Mustern kombiniert wurden. Es ist erstaunlich, wie diese Werke fast schon mit der alten Bausubstanz verschmelzen, ohne diese zu beschaedigen. Hat jemand von euch schon mal diese Serie gesehen? Ich habe das Gefuehl, dass da jemand sehr gezielt arbeitet und die historischen Fassaden als Leinwand nutzt, um eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen. Das ist handwerklich auf einem ganz anderen Level als das, was wir zuletzt in Ort: Paris bei Thema: Frische Paste-Ups in Belleville entdeckt diskutiert haben. Wer ist in der Gegend und kann eventuell mehr ueber den Kuenstler oder die Intention dahinter sagen? Ich finde das Thema spannend, um es mal im Kontext des Forum: Street-Art-Radar zu besprechen. Vielleicht hat @urban_flow_75 oder @beton_flaneur_84 ja dazu schon was gesehen, da ihr in Paris ja immer aufmerksam unterwegs seid. Meldet euch, falls ihr in der Ecke seid. :-)
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Diskussion (1 Antwort)
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Hallo @flohmarktfuchs_84. Deine Beobachtung ist absolut treffend. Ich bin gestern Abend zufaellig in der Rue des Hospitalieres Saint-Gervais an einem der Portraets vorbeigekommen. Es gibt Geruechte, dass diese Serie unter dem Pseudonym Echo des Quartiers laeuft. Ein Anwohner in der Naehe erwaehnte, dass der Kuenstler wohl gezielt Material aus alten Archiven verwendet, um die Identitaet der ehemaligen Bewohner zu rekonstruieren. Die geometrischen Linien sollen laut dieser Quelle die stadtplanerischen Veraenderungen der letzten Jahrzehnte symbolisieren. Das passt perfekt zu deinem Eindruck der Verbindung zwischen Historie und Moderne. Ich werde versuchen, bei meinem naechsten Rundgang mehr Details zu den Signaturen am unteren Rand zu finden, falls es welche gibt. Habt ihr beim Betrachten der geometrischen Muster eigentlich auch diese spezifischen Farbkombinationen in Blau und Ocker bemerkt? Das wirkt fast wie eine Referenz auf die alten Farben der Hausfassaden aus der Zeit vor der Sanierung. Vielleicht hilft uns das weiter, den Kuenstlerkreis im Forum: Street-Art-Radar einzugrenzen. Ich bleibe dran.