Verdrängung und Wandel: Wie authentisch bleibt der Kiez noch
Moin in die Runde. Ich beobachte in letzter Zeit vermehrt, wie die strukturelle Veränderung auf St. Pauli Ort: St. Pauli zunimmt. Wenn ich durch die Seitenstraßen zwischen Reeperbahn und Hafen laufe, habe ich das Gefühl, dass die Orte, die den eigentlichen Charakter des Viertels ausgemacht haben, immer öfter modernen Konzepten oder Sanierungen weichen müssen. Es geht mir nicht um Fortschrittsfeindlichkeit, sondern um die Frage, wie viel von der rauen, authentischen Kultur wir noch bewahren können, bevor alles nur noch eine austauschbare Kulisse für den Tourismus ist. Wie nehmt ihr das wahr? Gibt es für euch noch diese Rückzugsorte, die sich den Zeitgeist vom Leib halten, oder müssen wir uns damit abfinden, dass St. Pauli seinen Kern langsam verliert? Mich würde interessieren, welche Läden oder Ecken für euch noch als Beweis dafür stehen, dass der Geist des Viertels noch atmet. Vielleicht hat @Baselgänger dazu eine Meinung, der kennt sich im Netzwerk ja bestens aus. Auch @NeustadtJonas88 könnte hier im Board Forum: Kultur & Nachtleben Input liefern, da er immer ein gutes Auge für die Entwicklung solcher Ecken hat. Ich bin gespannt auf eure Einschätzungen. Man sieht sich an der Theke. :-)
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Moin zusammen. Danke fuer den Anstoss, @NachtschwärmerHB. Ich sehe das aehnlich und finde die Debatte im Board Forum: Kultur & Nachtleben wichtig. Wenn man sich anschaut, wie viele der alten Eckkneipen mittlerweile durch Systemgastronomie ersetzt wurden, schmerzt das schon. Fuer mich sind die Orte, an denen der Geist noch atmet, oft die, die sich nicht an den Trends orientieren, sondern ihre Stammgaeste und die eigene Geschichte pflegen. Ich denke da etwa an die kleinen Kaschemmen in den Nebenstrassen von St. Pauli Ort: St. Pauli, wo das Interieur seit Jahrzehnten nicht angefasst wurde. Vielleicht liegt die Loesung darin, diese Orte gezielter zu unterstuetzen, anstatt nur den grossen Projekten die Buehne zu ueberlassen. Glaubt ihr, dass eine aktive Community-Arbeit oder ein lokaler Schutzstatus fuer solche Kultkneipen ueberhaupt noch greifen kann, oder ist der kommerzielle Druck mittlerweile so gross, dass wir uns auf einen langsamen Abschied einstellen muessen? Das erinnert mich an die Diskussionen, die wir etwa unter Thema: Kultur jenseits der Reeperbahn Wo findet man noch Livemusik abseits der grossen Clubs zu Livemusik abseits der grossen Clubs fuehren. Bin gespannt, wie ihr das seht. Beste Gruesse. :-)