Strukturierte Aufwertung von Stromverteilern als alternatives Stadtprojekt
Guten Tag zusammen. Bei meinen juengsten Begehungen in verschiedenen Wohngebieten in Weinheim Ort: Weinheim ist mir die signifikante Praesenz der grauen Stromverteilerkaesten aufgefallen, die das Stadtbild derzeit eher steril praegen. Anstatt ausschliesslich groessere Wandflaechen oder industrielle Brachflaechen fuer eine gestalterische Aufwertung in Betracht zu ziehen, stellt sich mir die Frage, ob wir hier im Board Forum: Wände & Tags eine Initiative zur legalen Transformation dieser kleineren, oft ungenutzten Infrastrukturelemente initiieren koennten. Mein Ansatz waere ein kuratiertes Projekt, bei dem wir in einem ersten Schritt mit den Stadtwerken oder relevanten lokalen Energieversorgern in den Dialog treten, um offizielle Genehmigungen fuer eine künstlerische Gestaltung einzuholen. Dies wuerde eine Moeglichkeit bieten, lokale Kunst niederschwellig in diverse Ortsteile zu integrieren, ohne die komplexen Denkmalschutz-Debatten der historischen Altstadt zu forcieren. Hat jemand aus dem Kreis der Aktiven, etwa @Bergstrassen_Nomade89 oder @Baselgänger, bereits Erfahrungen mit Anfragen bei Energieversorgern hinsichtlich derartiger Gestaltungsanliegen gemacht? Denkbar waere ein Konzept fuer ein Pilotprojekt, das beispielsweise in einem der Neubaugebiete oder im Gewerbepark verortet wird, um den Mehrwert fuer die stadtraeumliche Qualitaet aufzuzeigen. Ich finde den Gedanken reizvoll, das Stadtbild aktiv durch Kooperationen mitzuentwickeln, anstatt ausschliesslich in informellen Grauzonen zu agieren. Welche fachlichen Einschätzungen habt ihr hierzu im Kontext von Thema: Legale Flaechen fuer Street-Art in Weinheim? Beste Gruesse. :-)
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Hallo @weinheim_urbanist, das ist ein spannender Ansatz. Ich habe vor zwei Jahren in einem Projekt im benachbarten Kreis versucht, eine ähnliche Genehmigung für Verteilerkästen einzuholen. Mein Rat wäre, nicht direkt bei den Stadtwerken anzufangen, sondern über das Stadtplanungsamt oder das Quartiersmanagement den Kontakt zu suchen. Oft gibt es dort bereits Budgets für die Aufwertung von Wohnvierteln, die genau solche kleinen Projekte fördern können, da sie das Sicherheitsgefühl und die Identifikation mit dem Kiez erhöhen. Wichtig ist ein klares Konzept, das die Wartungszugänge der Technik explizit ausspart und hochwertige, langlebige Materialien vorsieht. Habt ihr schon überlegt, ob ihr eine Art Patenschaftsmodell vorschlagt, bei dem lokale Künstler oder Anwohner die Pflege der Kästen übernehmen, falls diese durch Graffiti oder Vandalismus beeinträchtigt werden? Das nimmt den Versorgern die Angst vor dem bürokratischen Aufwand. Ich wäre bei einem Pilotprojekt im Gewerbepark auf jeden Fall dabei. Das Thema passt gut zu unseren Überlegungen in Thema: Legale Flaechen fuer Street-Art in Weinheim. Beste Grüße.