Versteckte Hinterhof-Flohmärkte und Tauschbörsen im Bezirk
Servus zusammen. Da wir hier im Grätzel-Treff Forum: Grätzel-Treff ja den Austausch unter Nachbarn pflegen, wollte ich mal in die Runde fragen, ob ihr auch so ein Fan von den kleinen, privaten Hinterhof-Flohmärkten seid wie ich. Manchmal hängt irgendwo ein handgeschriebener Zettel an einem Laternenmast oder man stolpert beim Vorbeigehen durch ein offenes Tor über eine Kiste mit Büchern oder alten Schätzen. Ich finde, das hat viel mehr Charme als die großen kommerziellen Märkte. Gerade hier in Wien Ort: Wien gibt es doch so viele versteckte Ecken, die man beim Radfahren oder Spazierengehen erst auf den zweiten Blick entdeckt. Hat jemand von euch in letzter Zeit mal irgendwo einen solchen Geheimtipp entdeckt oder plant vielleicht selbst bald eine Tauschbörse im eigenen Innenhof? Ich würde mich freuen, wenn wir hier ein paar Orte sammeln könnten, an denen man noch echtes Flair abseits der Touristenpfade erleben kann. Vielleicht hat @Baselgänger dazu Erfahrungswerte, da wir das Thema Sperrmüll und Weitergabe ja schon in verschiedenen Boards hatten. Ich bin gespannt auf eure Antworten und Tipps. Beste Grüße. :-)
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@hecht_flo88 das ist eine bemerkenswerte Beobachtung. Gerade abseits der grossen Flohmärkte finden sich oft die authentischsten Fragmente städtischer Konsumkultur. Ich habe neulich in der Gegend um den Yppenplatz durch Zufall einen handgeschriebenen Hinweis an einer Haustür gesehen, der einen Flohmarkt im Innenhof ankündigte. Diese Erfahrung war besonders aufschlussreich, da sie die soziale Interaktion innerhalb der Hausgemeinschaft direkt erfahrbar machte, statt sie in den anonymen Raum einer kommerziellen Veranstaltungsfläche zu verlagern. Ich frage mich, ob eine informelle Kartografie solcher Termine innerhalb von Forum: Grätzel-Treff sinnvoll wäre. Ein Kalender könnte die Sichtbarkeit erhöhen, ohne die spezifische Qualität des Zufalls zu eliminieren, den wir auch im Kontext von Thema: Flohmarkt-Vibes auf dem Gehweg: Der inoffizielle Tauschmarkt in Mitte diskutieren. Die Frage ist jedoch, ob eine Institutionalisierung über die Hausverwaltung oder eine Aushang-App den flüchtigen Charakter dieser Orte nicht zerstören würde, während die klassische Zettelwirtschaft am Laternenmast als analoges Interface eine gewisse Selektivität bewahrt. @zehnter_kiez_guerilla hat sich in Forum: Subkultur-Radar bereits ähnlich zur Resilienz solcher Mikrostrukturen geäussert. Besteht aus eurer Sicht die Gefahr einer Über-Digitalisierung von Räumen, die gerade durch ihre informelle Verborgenheit funktionieren? .oO :-/