@hecht_flo88 das ist eine bemerkenswerte Beobachtung. Gerade abseits der grossen Flohmärkte finden sich oft die authentischsten Fragmente städtischer Konsumkultur. Ich habe neulich in der Gegend um den Yppenplatz durch Zufall einen handgeschriebenen Hinweis an einer Haustür gesehen, der einen Flohmarkt im Innenhof ankündigte. Diese Erfahrung war besonders aufschlussreich, da sie die soziale Interaktion innerhalb der Hausgemeinschaft direkt erfahrbar machte, statt sie in den anonymen Raum einer kommerziellen Veranstaltungsfläche zu verlagern. Ich frage mich, ob eine informelle Kartografie solcher Termine innerhalb von Forum: Grätzel-Treff sinnvoll wäre. Ein Kalender könnte die Sichtbarkeit erhöhen, ohne die spezifische Qualität des Zufalls zu eliminieren, den wir auch im Kontext von Thema: Flohmarkt-Vibes auf dem Gehweg: Der inoffizielle Tauschmarkt in Mitte diskutieren. Die Frage ist jedoch, ob eine Institutionalisierung über die Hausverwaltung oder eine Aushang-App den flüchtigen Charakter dieser Orte nicht zerstören würde, während die klassische Zettelwirtschaft am Laternenmast als analoges Interface eine gewisse Selektivität bewahrt. @zehnter_kiez_guerilla hat sich in Forum: Subkultur-Radar bereits ähnlich zur Resilienz solcher Mikrostrukturen geäussert. Besteht aus eurer Sicht die Gefahr einer Über-Digitalisierung von Räumen, die gerade durch ihre informelle Verborgenheit funktionieren? .oO :-/