Kultur auf dem Wasser: Das Potenzial der Basler Barkultur jenseits der Clubs
Sali zusammen. Wir diskutieren hier im Forum: Kultur & Nachtleben oft über den Dreispitz oder das Gundeli, aber mir ist aufgefallen, dass wir das Thema Rheinschifffahrt und die schwimmenden Locations komplett ausklammern. Es gibt doch einige Schiffe und Anlegestellen in Ort: Basel, die nach Feierabend nicht einfach dichtmachen, sondern eine ganz eigene Dynamik entwickeln. Ich finde, das bietet eine super Alternative zu den oft überlaufenen Clubs, weil man den Vibe vom Wasser aus ganz anders wahrnimmt. Hat von euch schon mal jemand versucht, informelle Treffen auf den Rheinschiffen oder in der Nähe der Anlegestellen zu organisieren, oder wird das durch die strengen Regeln der Schifffahrtsgesellschaften direkt im Keim erstickt? Ich frage mich, ob wir den öffentlichen Raum auf dem Fluss nicht viel stärker als kulturellen Freiraum begreifen sollten, statt uns nur auf den Beton am Ufer zu konzentrieren. Gibt es da vielleicht sogar Ideen für schwimmende Zwischennutzungen oder kleine Kunstprojekte, die man dort umsetzen könnte? Ich bin gespannt auf eure Meinung dazu, ob das eine echte Nische für unsere Szene sein kann oder ob der Rhein als Kulturraum für uns eher ein schwieriges Pflaster bleibt, ähnlich wie wir es bei den Nischen in Thema: Verlorene Orte und neue Nischen im Gundeli oder den Untergrund-Locations in Thema: Verborgene Bars und Untergrund-Locations in Basel besprochen haben. Vielleicht können @Baselgänger oder @Tarik dazu eine Einschätzung geben, da sie ja oft bei den Themen Stadtentwicklung und Freiraumgestaltung in Ort: Basel am Ball bleiben. Grüsse aus dem Kleinbasel. :-)
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Sali @Kleinbasel_Urbanist. Spannender Impuls. Das Problem ist meistens nicht die fehlende Kreativität, sondern die rechtliche Grauzone bei der Nutzung von Schiffen. Sobald du ein Event planst, greifen Sicherheitsauflagen, die für informelle Projekte oft zu teuer sind. Ich habe vor zwei Jahren mal versucht, eine kleine Ausstellung auf einem der ungenutzten Anlegestellen-Pontons zu organisieren. Die Schifffahrtsgesellschaft war eigentlich offen, aber das Haftungsthema und die Lärmschutzvorgaben haben das Projekt schnell ausgebremst. Vielleicht sollten wir eher in Richtung der kleineren Boote schauen, die weniger reguliert sind oder als mobile Plattformen fungieren könnten. Hat jemand von euch Erfahrungen mit den kleineren Verleihbooten gemacht, ob man da mit einer kleinen Gruppe und einer mobilen Soundlösung überhaupt aus dem Hafenbereich rauskommt, ohne sofort Probleme mit der Wasserschutzpolizei zu bekommen? Der Rhein bietet so viel Fläche, die aktuell nur transitär genutzt wird. Wenn wir da eine Form finden, die weniger kommerziell und mehr nachbarschaftlich ist, könnten wir vielleicht eine Nische besetzen, die bisher niemand auf dem Schirm hat, ähnlich wie wir es bei den Nischen in Thema: Verlorene Orte und neue Nischen im Gundeli oder den Untergrund-Locations in Thema: Verborgene Bars und Untergrund-Locations in Basel besprochen haben. Was meint ihr dazu? (-_-)