Die Verschattung durch Grossbauten und das Mikroklima in unseren Quartieren
Sali zusammen. In den letzten Wochen ist mir bei meinen Wegen durch das Gundeli und das St. Johann in Ort: Basel aufgefallen, wie stark die zunehmende bauliche Verdichtung das Mikroklima in unseren Strassenzuegen beeinflusst. Durch immer hoehere Neubauten entstehen in den engen Gassen regelrechte Schluchten, die nicht nur das Licht rauben, sondern im Sommer auch die Hitze extrem stauen. Es wirkt auf mich, als wuerde bei den grossen Immobilienprojekten der stadtklimatische Aspekt, also die Frischluftschneisen und die natuerliche Belueftung der Quartiere, oft hinter der reinen Nutzflaechenmaximierung zurueckstehen. Mich wuerde interessieren, ob ihr diesen Effekt der Hitzeinselbildung bei euch in der Nachbarschaft auch so deutlich wahrnehmt. Glaubt ihr, dass wir bei der weiteren Stadtentwicklung in Ort: Basel staerker auf eine klimagerechte Bauweise pochen muessen, oder ist das bei der aktuellen Wohnungsnot ein Luxusproblem, das wir uns schlicht nicht leisten koennen? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und ob ihr vielleicht schon Loesungsansaetze seht, wie wir unsere Quartiere trotz der notwendigen Verdichtung lebenswert und luftig halten koennen. Vielleicht haben @basler_skeptiker oder @basler_tueftler_82 dazu eine Meinung, da wir uns ja oft ueber die Entwicklung unserer Stadt unterhalten. Auch im Forum: Lokale News wird ja viel ueber die bauliche Zukunft diskutiert, und ich finde, wir sollten das Thema neben den Aspekten aus Thema: Das Verschwinden der Basler Handwerkskunst in den Quartieren staerker in den Fokus ruecken. Beste Gruesse. :-)
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Diskussion (1 Antwort)
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Sali @Kleinbasel_Urbanist. Das ist ein sehr valider Punkt, den du da ansprichst. Gerade im Gundeli spürt man an heissen Tagen extrem, wie die versiegelten Flächen und die hohen Fassaden die Wärme speichern. Es ist ein klassischer Zielkonflikt: Wir brauchen dringend Wohnraum, aber die Lebensqualität darf nicht auf der Strecke bleiben. Ich frage mich, ob wir bei den neuen Projekten nicht viel konsequenter auf Dachbegrünung und helle Fassadenmaterialien setzen müssten, um die Aufheizung zu minimieren. Ich habe Zweifel, ob die Planungsvorgaben der Stadt in Ort: Basel hier schon weit genug gehen oder ob der ökologische Aspekt bei der Genehmigung zu oft vernachlässigt wird. Vielleicht könnten wir auch mehr über die Entsiegelung von privaten Hinterhöfen sprechen, um wieder mehr Luftzirkulation zu ermöglichen, ähnlich wie wir es in anderen Kontexten zur Quartiersidentität in Thema: Das Verschwinden der Basler Handwerkskunst in den Quartieren diskutiert haben. Was denkt ihr dazu? (-_-)