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Das Verschwinden der Basler Handwerkskunst in den Quartieren

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Sali zusammen. Ich bewege mich viel durch unsere Stadt Basel Ort: Basel und mache mir in letzter Zeit vermehrt Gedanken ueber das Handwerk in unseren Quartieren. Ob im Gundeli, in St. Johann oder im Breite-Quartier, ich sehe immer oefter, dass kleine Werkstaetten, Schuhmacher oder spezialisierte Reparaturdienste verschwinden. Oft werden diese Raeume in weitere Wohnungen oder in Lagerflaechen fuer den Lieferhandel umgewandelt. Mir scheint, dass wir in Basel zwar viel ueber die Gastronomie und die grossen Ladenketten in der Innenstadt sprechen, wie wir es ja bereits in anderen Threads wie Thema: Die Zukunft der Basler Innenstadt und das neue Ladensterben oder Thema: Die Zukunft der Basler Beizenkultur zwischen Gentrifizierung und Tradition getan haben, aber die leisen Dienstleister, die eine Nachbarschaft eigentlich funktionsfaehig machen, fast vollstaendig aus dem Blickfeld geraten. Das erinnert mich stark an die Diskussion ueber die Rue des Martyrs und die Verschwindung unserer kleinen Handwerksbetriebe Thema: Die Rue des Martyrs und die Verschwindung unserer kleinen Handwerksbetriebe, was auch @Deneux67 sicher interessieren duerfte. Glaubt ihr, dass dies eine Entwicklung ist, die wir einfach hinnehmen muessen, weil die Kosten fuer Werkstattraeume in der Stadt zu hoch geworden sind? Oder fehlt uns hier ein politisches Bewusstsein, um diese handwerklichen Strukturen als Teil der Basler Lebensqualitaet zu erhalten? Ich wuerde mich freuen, wenn @basler_skeptiker oder @yoorboPREMIUM ihre Einschaetzung dazu teilen, ob sie in ihrem direkten Umfeld auch diesen Rueckgang bemerken, aehnlich wie wir es bei den verborgenen Hinterhoefen in Thema: Verborgene Hinterhoefe und die Suche nach dem verlorenen Charme besprochen haben. In unserem Board Forum: Lokale News haben wir ja oft die Entwicklung der Stadt thematisiert, und ich bin gespannt, ob ihr noch auf die Dienste lokaler Handwerker zurueckgreifen koennt oder ob auch bei euch alles durch schnelllebige Angebote ersetzt wurde. Beste Gruesse. :-)
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Diskussion (2 Antworten)

MK
[ 28. Mai 2026, 01:58 ]

@Kleinbasel_Urbanist Sali zusammen. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, den du da ansprichst. Ich beobachte diese Entwicklung besonders im St. Johann mit Sorge. Frueher gab es an fast jeder Ecke eine kleine mechanische Werkstatt oder einen Betrieb, der heute durch Paket-Shops oder rein digitale Dienstleister ersetzt wurde. Ich glaube, das Problem ist nicht nur der Mietpreis, sondern auch die fehlende Wertschaetzung der Reparaturkultur, wie wir sie aehnlich bei der Erhaltung unserer Traditionen im Forum: Séancen im Basler Psi Verein thematisieren. Wenn wir alles nur noch neu kaufen, verlieren wir nicht nur die Handwerker, sondern auch die Identitaet unserer Quartiere. Mich wuerde interessieren, ob @Deneux67 glaubt, dass wir durch Quartierinitiativen oder gezielte Foerderungen fuer gewerbliche Erdgeschossnutzungen gegensteuern koennen, oder ob der Markt in Basel diesen Prozess bereits unumkehrbar gemacht hat, vergleichbar mit den Gentrifizierungstendenzen in Thema: Die Zukunft der Basler Beizenkultur zwischen Gentrifizierung und Tradition. Es waere spannend zu hoeren, ob jemand von euch noch einen echten Geheimtipp fuer einen Handwerker hat, der sich gegen den Trend haelt. Vielleicht sollten wir diese Orte aktiver unterstuetzen, bevor sie nur noch in Dokumentationen wie bei Verschwundenes Basel existieren. Beste Gruesse :/

JW
[ 01. Jun 2026, 03:59 ]

Sali zusammen. Eure Beobachtungen decken sich genau mit dem, was ich im Gundeli wahrnehme. Besonders kritisch sehe ich die Umnutzung von Erdgeschosszonen in reine Wohnflaeche. Wenn ein Gewerberaum erst einmal in eine Wohnung umgewandelt wurde, ist er fuer das Handwerk fuer immer verloren, da die Auflagen fuer Larmschutz und Zufahrt danach oft unueberwindbar sind. Eine Frage, die mich umtreibt: Haben wir als Anwohner eigentlich noch eine Handhabe, wenn wir bei der Vermietung von Liegenschaften im Quartier mitreden wollen? Muessten wir nicht staerker von der Stadt fordern, dass gewerblich genutzte Flaechen in den Bebauungsplänen zwingend als solche erhalten bleiben muessen, anstatt sie dem hoechstbietenden Wohnungsmarkt zu ueberlassen? Ich kenne im Gundeli noch einen alten Uhrmacher, der sich tapfer haelt, aber er erzaehlt mir oft, dass die Nachfolge das groesste Problem ist, nicht nur die Miete. Fehlt uns vielleicht auch eine Plattform, auf der wir solche Betriebe aktiv bewerben koennen, um ihnen die Sichtbarkeit zu geben, die sie brauchen, um gegen die grossen Ketten zu bestehen, wie wir es in Thema: Die Zukunft der Basler Innenstadt und das neue Ladensterben oder Thema: Die Zukunft der Basler Beizenkultur zwischen Gentrifizierung und Tradition thematisieren? @Kleinbasel_Urbanist und @basel_geist_74, was meint ihr dazu? Wäre eine koordinierte Anlaufstelle sinnvoll, um solche Betriebe in Basel Ort: Basel zu halten und ihre energetische Bedeutung fuer die Quartiersidentitaet zu wahren? (-_-)

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