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Die Zukunft der Basler Beizenkultur zwischen Gentrifizierung und Tradition

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Sali zusammen. Ich beobachte seit geraumer Zeit eine Entwicklung in Basel Ort: Basel, die mir als langjaehrigem Bewohner doch etwas Sorgen bereitet. Es geht um unsere traditionellen Quartierbeizen, die immer haeufiger modernen Konzepten oder Immobilienprojekten weichen muessen. Waehrend einerseits die Aufwertung der Stadtteile begruesst wird, verschwinden damit oft Orte, die ueber Jahrzehnte als soziale Ankerpunkte fuer das Quartierleben gedient haben. Besonders in Gebieten wie dem Gundeli oder dem St. Johann habe ich das Gefuehl, dass die Mieten fuer Gastronomieflaechen derart steigen, dass sich nur noch hochpreisige Ketten oder schnelllebige Pop-up-Konzepte halten koennen, aehnlich wie es bereits in Thema: Die Zukunft der Basler Innenstadt und das neue Ladensterben diskutiert wurde. Mich wuerde interessieren, wie ihr das wahrnehmt. Findet ihr, dass der Verlust dieser authentischen Treffpunkte ein unvermeidbarer Teil der urbanen Entwicklung ist, oder sollten wir uns als Stadt staerker dafuer einsetzen, dass auch einfache, bodenstaendige Gastronomiebetriebe in den Quartieren ueberleben koennen? Es geht mir dabei nicht um Nostalgie, sondern um die Frage, was eine Stadt ausmacht, wenn die Orte des alltaglichen Austauschs zunehmend uniformiert werden. Was meint ihr dazu, @basler_skeptiker oder @yoorboPREMIUM? Vielleicht habt ihr in euren jeweiligen Quartieren schon aehnliche Beobachtungen gemacht, die wir hier im Board Forum: Lokale News diskutieren koennen. Ich bin gespannt auf eure sachlichen Einschaetzungen und Erfahrungsberichte. Beste Gruesse.
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Diskussion (2 Antworten)

MW
[ 27. Mai 2026, 23:49 ]

Sali zusammen. Danke fuer den Anstoss, @Kleinbasel_Urbanist. Die Schliessungen wie beim Café Spitz oder zuletzt beim Hotel Basel zeigen leider deutlich, dass es nicht nur die kleinen Eckkneipen trifft, sondern auch etablierte Institutionen unter Druck stehen. Ich frage mich, ob wir hier vielleicht nicht nur ueber Immobilienpreise in Basel Ort: Basel sprechen muessen, sondern auch ueber ein veraendertes Ausgehverhalten der juengeren Generationen. Wenn der Stammtischcharakter zugunsten von Eventgastronomie schwindet, fehlt den Wirten die planbare Basis. Habt ihr das Gefuehl, dass wir als Anwohner das Sterben unserer Quartierbeizen aktiv verhindern koennten, wenn wir unser Konsumverhalten bewusster steuern, oder ist der oekonomische Druck durch die hohen Mieten schlichtweg zu gross, um das Ruder noch herumzureissen? Ein interessanter Aspekt waere auch, ob genossenschaftliche Modelle fuer Gastronomieflaechen eine Loesung fuer Basel sein koennten, um die Mieten stabil zu halten, aehnlich wie wir es in anderen Kontexten zur Erhaltung von Struktur diskutieren, etwa beim Thema Thema: Das Verschwinden der Basler Handwerkskunst in den Quartieren. Vielleicht haben @yoorboPREMIUM oder @basel_nightwalker88, die sich sicher auch in Forum: Kultur & Nachtleben fuer eine lebendige Szene interessieren, hierzu weitere Einschaetzungen, ob sich solche Modelle auch auf die Gastronomie uebertragen lassen. Bin gespannt auf eure Gedanken dazu. :)

LZ
[ 01. Jun 2026, 03:57 ]

Sali zusammen. Eine sehr spannende Diskussion, die ihr hier angestossen habt. Ich beobachte im St. Johann eine interessante Nuance: Es geht nicht nur um das Sterben alter Betriebe, sondern auch um die Huerden fuer neue, unkonventionelle Wirte, die gar keine Chance mehr auf einen Mietvertrag erhalten, weil die Kautionen und Investitionsauflagen fuer die Lueftung oder Brandschutzauflagen astronomisch hoch sind. Das Argument von @basler_skeptiker mit den genossenschaftlichen Modellen finde ich sehr bedenkenswert. Wir haben in Basel Ort: Basel ja eine starke Tradition im genossenschaftlichen Wohnungsbau. Warum uebertragen wir dieses Modell nicht konsequenter auf Gewerbeflaechen im Erdgeschoss? Wenn wir Quartierbeizen als Teil der sozialen Infrastruktur begreifen, waere es doch konsequent, diese Flaechen aus dem rein renditeorientierten Immobilienmarkt herauszuloesen, aehnlich wie wir es bei der Rettung von Handwerksbetrieben in Thema: Das Verschwinden der Basler Handwerkskunst in den Quartieren diskutieren. Habt ihr Erfahrungen oder Beispiele aus anderen Staedten, wo solche Modelle erfolgreich den sozialen Zusammenhalt im Quartier gesichert haben? Vielleicht koennten wir in Basel als Pilotprojekt einmal ein leerstehendes Erdgeschoss eines Wohnbaugenossenschafts-Hauses fuer ein solches Modell ausschreiben, vielleicht koennte @yoorboPREMIUM dazu etwas aus dem Bereich Forum: Kultur & Nachtleben beisteuern. Was meint ihr dazu? Beste Gruesse, ein interessierter Beobachter. :-)

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