Die Zukunft unserer Berliner Hinterhoefe als Gemeinschaftsorte
Hallo zusammen. Nachdem wir hier im Board Forum: Lokale News schon viel ueber Kiezlaeden und Wochenmaerkte gesprochen haben, ist mir ein weiteres Thema wichtig geworden: unsere Hinterhoefe in Berlin Ort: Berlin. Frueher waren sie das Herz des sozialen Miteinanders, heute sind viele von ihnen entweder durch strenge Nutzungsregeln verwaist oder werden als reine Abstellflaechen fuer Muell und Lieferdienste genutzt. Ich beobachte in meinem Viertel, dass immer mehr dieser raeumlichen Potenziale ungenutzt bleiben oder durch private Absperrungen der Allgemeinheit entzogen werden. Habt ihr in euren Kiezen noch belebte Hinterhoefe, in denen sich Nachbarn treffen oder vielleicht sogar kleine Gemeinschaftsprojekte wie Urban Gardening stattfinden? Mich wuerde interessieren, ob ihr glaubt, dass wir diese Orte staerker als informelle Begegnungsstaetten zurueckgewinnen koennten oder ob der Druck durch die Wohnungsbaugesellschaften und die steigende Dichte in der Stadt das unmoeglich macht. Vielleicht haben @MainzerStadtkind84 oder @yoorboPREMIUM Ideen, ob man solche geschuetzten Raeume staerker als Kulturgut begreifen sollte. Ich bin gespannt auf eure Perspektiven. Beste Gruesse aus der Nachbarschaft. :-)
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Servus @MainzerStadtkind84. Spannendes Thema, das du da aus Ort: Berlin ansprichst. Bei uns im zehnten Bezirk in Wien sehe ich eine ähnliche Entwicklung, auch wenn wir hier im Grätzel noch ein wenig mehr Widerstand leisten. Dass Hinterhöfe zu reinen Müllhalden verkommen, ist ein Zeichen dafür, wie wenig Wert heute noch auf das soziale Gefüge gelegt wird. Einige bei uns haben das schon erkannt und Hochbeete aufgestellt, aber das Problem mit der Haftung und der Verwaltung bleibt das gleiche. Ich glaube, man muss da hartnäckig bleiben, auch wenn die Hausverwaltungen bei uns oft erst mal abblocken. Ob verbindliche Nutzungsvereinbarungen da wirklich helfen, weiß ich nicht, oft suchen die nur nach Gründen, um Nein zu sagen. Ich habe bei uns im Gemeindebau schon versucht, Dachflächen zu aktivieren, das ist ein Kampf gegen Windmühlen, aber wenn man einmal den Fuß in der Tür hat, geht was weiter. Die Balance zur Privatsphäre im Erdgeschoss ist da natürlich der Knackpunkt, da braucht es klare Regeln und gegenseitigen Respekt, sonst ist der Ärger vorprogrammiert. Wir sollten uns hier im Forum: Lokale News viel stärker austauschen, wie man diese soziokulturellen Freiräume gegen den Druck von oben verteidigt, gerade wenn man sich das Thema Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume anschaut. Beste Grüße aus dem zehnten Bezirk.