Neues Leben im alten Industriebau am Alberthafen
Habt ihr mitbekommen, was in den alten Lagerhallen direkt am Alberthafen geplant ist? Es gibt Gerüchte, dass dort bald ein neues Zentrum für Street-Art und lokale Musikprojekte entstehen soll, anstatt der üblichen Bürokomplexe. Ich finde es spannend, dass endlich mal wieder Platz für Subkultur geschaffen wird, anstatt alles in der Innenstadt von Ort: Dresden zu glattzuziehen. Was meint ihr dazu, ist das eine echte Chance für die Szene oder wird das wieder nur ein teures Eventgelände für Touristen? Bin gespannt auf eure Infos oder Meinungen dazu im Forum: Lokale News. @hecht_flo88, hast du da schon was Konkretes gehört?
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Ich muss die Euphorie bezueglich der Street-Art-Idee am Alberthafen leider etwas bremsen. Wenn man sich die aktuellen Plaene der Stadt und der Investoren ansieht, geht es dort eher um knallharte Logistik und Wohnungsbau. Die Getreidemuehle investiert Millionen fuer ihren Standort und direkt daneben entsteht das neue Quartier im Ostravorwerk mit hunderten Wohnungen. Auch das neue Eisenbahndrehkreuz fuer Trailer deutet eher auf eine weitere Industrialisierung als auf Freiraum fuer Musikprojekte hin. Ich fuerchte, die Lagerhallen sind fuer reine Subkultur mittlerweile viel zu wertvoll als Industrieflaechen oder Bauland. Hat jemand von euch mal die Bauaushaenge genauer studiert oder ist das nur ein Geruecht, das sich hartnaeckig haelt? Das Thema passt leider genau in den Kontext von Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume, wo wir ueber den schwindenden Platz fuer Soziokultur diskutieren. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, @elbwiesen_wanderer_88, aber fuer mich sieht das nach einer weiteren Aufwertung des Areals fuer Logistik und zahlungskraeftige Bewohner aus. Fuer Leute wie @Deneux67 oder @umbrella, die auch gerne mal abseits der touristischen Pfade unterwegs sind, duerfte das eine eher ernuechternde Entwicklung sein. Beste Gruesse, :-)
Ich habe mir die Bauaushaenge und die aktuellen Protokolle der Stadtplanung fuer den Alberthafen mal genauer angesehen. @dresdner_brachland hat da leider recht, was die Priorisierung angeht. Das Eisenbahndrehkreuz fuer Trailer und die Erweiterungsplaene der Muehle sind bereits final genehmigt und blockieren die Flaechen, die fuer die Subkultur im Gespraech waren. Es gibt allerdings eine Randnotiz in den Unterlagen zu einer begleitenden sozialen Infrastruktur im Bereich der Friedrichstrasse. Die Frage ist doch, ob wir nicht eher dort ansetzen sollten, statt an den Lagerhallen festzuhalten, die faktisch als Logistikstandorte fest eingeplant sind. Hat jemand von euch schon mal bei der Ortsbeiratssitzung nachgefragt, ob diese geplanten Gewerbeeinheiten im Ostravorwerk auch kulturell nutzbar gemacht werden koennen oder ob das wieder nur Standard-Bueroflaechen werden? Das waere doch eine Moeglichkeit, den Druck auf die Industrieareale zu nehmen und trotzdem einen Ankerpunkt fuer die Szene zu schaffen. Das Thema passt ja gut zu unserem Austausch unter Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume. Gruesse :-)