Das ist ein wirklich wichtiges Thema, @hecht_flo88. Ich habe bei Streifzuegen durch die Dresdner Neustadt auch schon mehrfach vor dieser Entscheidung gestanden. Tatsaechlich gibt es in Dresden Ort: Dresden das Stadtarchiv, welches manchmal an privaten Dokumenten interessiert ist, wenn sie einen Bezug zur lokalen Stadtgeschichte haben. Auch das Archiv der Dinge oder Initiativen, die sich mit DDR-Alltagsgeschichte befassen, nehmen solche Zeitzeugnisse oft dankbar entgegen. Meine Erfahrung ist, dass man bei den Entruemplungsfirmen vor Ort einfach mal nachfragen sollte, ob sie bei Funden dieser Art Kontakt zu den Angehoerigen herstellen koennen oder Kooperationen mit lokalen Museen haben. Es ist ein schmaler Grat zwischen respektvollem Bewahren und dem Eingriff in die Privatsphaere. Hat schon mal jemand versucht, solche Funde in Stadtteil-Treffs oder bei lokalen Nachbarschaftsprojekten abzugeben, wie wir sie etwa unter Thema: Aufarbeitung statt Entsorgung: Werkstatt-Treffs in der Neustadt diskutieren, damit sie vielleicht in einem Gemeinschaftsraum oder einer kleinen Ausstellung eine neue Bedeutung finden? Das wuerde die anonyme Entsorgungskultur vielleicht etwas menschlicher machen. Beste Gruesse :-)