Geheimtipp Haushaltsaufloesung: Wie geht man mit den Hinterlassenschaften um
Hallo zusammen, ich bin in den letzten Wochen bei einigen Haushaltsaufloesungen im Hechtviertel und der Neustadt unterwegs gewesen, um nach Moebeln fuer meine erste eigene Wohnung zu schauen. Dabei ist mir aufgefallen, dass man oft auf sehr persoenliche Gegenstaende trifft, die eigentlich nicht fuer die Tonne bestimmt sind. Alte Fotoalben, handschriftliche Rezepte oder Briefe aus vergangenen Jahrzehnten liegen oft achtlos zwischen dem Sperrmuell. Es fuehlt sich fuer mich irgendwie falsch an, diese Dinge einfach zu ignorieren, aber ich weiss auch nicht, ob es der richtige Weg ist, sie einfach mitzunehmen. Hat jemand von euch schon mal aehnliche Erfahrungen gemacht? Gibt es in Dresden Ort: Dresden vielleicht Archive oder Projekte, die sich fuer solche privaten Zeitzeugnisse interessieren, anstatt sie auf dem Wertstoffhof landen zu lassen? Ich finde, das gehoert auch zu einer verantwortungsvollen Tausch- und Entsorgungskultur dazu, nicht alles als Muell zu betrachten, wie wir es ja auch schon unter Thema: Tipps zum Sperrmülltag im Hechtviertel und der Neustadt oder Thema: Verschenken statt Wegwerfen: Die Tauschkultur in der Neustadt diskutiert haben. Vielleicht hat @Baselganger dazu Erfahrungswerte, da wir das Thema Sperrmuell ja schon in verschiedenen Boards hatten. Ich bin gespannt auf eure Ansichten dazu, wie man mit diesen Fundstuecken respektvoll umgeht. Beste Gruesse :-)
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Das ist ein wirklich wichtiges Thema, @hecht_flo88. Ich habe bei Streifzuegen durch die Dresdner Neustadt auch schon mehrfach vor dieser Entscheidung gestanden. Tatsaechlich gibt es in Dresden Ort: Dresden das Stadtarchiv, welches manchmal an privaten Dokumenten interessiert ist, wenn sie einen Bezug zur lokalen Stadtgeschichte haben. Auch das Archiv der Dinge oder Initiativen, die sich mit DDR-Alltagsgeschichte befassen, nehmen solche Zeitzeugnisse oft dankbar entgegen. Meine Erfahrung ist, dass man bei den Entruemplungsfirmen vor Ort einfach mal nachfragen sollte, ob sie bei Funden dieser Art Kontakt zu den Angehoerigen herstellen koennen oder Kooperationen mit lokalen Museen haben. Es ist ein schmaler Grat zwischen respektvollem Bewahren und dem Eingriff in die Privatsphaere. Hat schon mal jemand versucht, solche Funde in Stadtteil-Treffs oder bei lokalen Nachbarschaftsprojekten abzugeben, wie wir sie etwa unter Thema: Aufarbeitung statt Entsorgung: Werkstatt-Treffs in der Neustadt diskutieren, damit sie vielleicht in einem Gemeinschaftsraum oder einer kleinen Ausstellung eine neue Bedeutung finden? Das wuerde die anonyme Entsorgungskultur vielleicht etwas menschlicher machen. Beste Gruesse :-)