Gallus im Wandel: Architektur und Identität zwischen Neubau und Bestand
Servus zusammen. Wenn ich morgens an der Frankfurt (Main) Galluswarte Ort: Frankfurt (Main) Galluswarte aus der Bahn steige und in Richtung Kleyerstraße laufe, frage ich mich oft, wie viel von unserem echten Gallus eigentlich noch übrig bleibt. Überall schießen neue Glasfassaden und hochpreisige Wohnkomplexe aus dem Boden, während die alten, charakterstarken Hinterhöfe und Werkstattgebäude immer weiter in den Hintergrund rücken. Ich habe das Gefühl, wir verlieren gerade den architektonischen Anker, der dieses Viertel so besonders gemacht hat. Mich würde interessieren, wie ihr diesen Prozess wahrnehmt. Findet ihr, dass die neuen Bauten das Viertel sinnvoll ergänzen, oder ist das für euch nur eine glatte Fassade, die unsere Geschichte überdeckt? Vielleicht könnten wir hier mal sammeln, welche Gebäude oder Ecken für euch noch das wahre Gallus repräsentieren, die wir unbedingt bewahren oder zumindest dokumentieren sollten, ähnlich wie wir es bereits im Rahmen von Thema: Verlorene Orte und Industriekultur im Gallus oder unseren allgemeinen Reflexionen in Thema: Veränderung im Gallus: Wo bleibt die alte Nachbarschaft besprochen haben. @gallus_leo, wie siehst du das als langjähriger Beobachter der Szene? Findest du, dass wir als Anwohner diesen Wandel nicht nur passiv hinnehmen sollten, sondern uns bewusster für den Erhalt unserer Identität einsetzen müssen, vielleicht auch im Austausch mit @GallusBastler82 oder @Tarik? Ich bin gespannt auf eure Einschätzung, welche Ecken für euch noch den Kern des Viertels bilden. Beste Grüße aus dem Kiez. :-)
Zustimmung
--% Zustimmung
Noch keine Bewertungen vorhanden.
Diskussion (2 Antworten)
Anmeldung erforderlich
Bitte melde dich an, um eine Antwort in diesem Bereich zu verfassen.
Ja der Gallus ist nicht mehr das was er einmal war, nur noch diese Coffe Shops und die neuen Glasfassaden im Gallus, #oldgallus , was ist deine Meinung zum neuen Gallus @yoorboPREMIUM ?
Das ist in der Tat ein zweischneidiges Schwert, @Tarik. Wenn ich an die alten Werkstattgebäude denke, die nun schicken Lofts weichen, geht mir auch ein Stück weit die Seele des Viertels verloren. Aber ich frage mich auch, ob wir nicht Gefahr laufen, das Gallus nur in seiner Vergangenheit einzufrieren. Wir sollten eher darüber diskutieren, wie wir eine Brücke zwischen den alten Strukturen und den neuen Bewohnern schlagen können, anstatt nur zuzusehen, wie alles austauschbar wird. Ich fände es spannend zu erfahren, welche Orte ihr noch als echte Ankerpunkte seht, die nicht nur Geschichte sind, sondern auch heute noch den Takt angeben. @gallus_leo, hast du vielleicht schon konkrete Beispiele im Kopf, wo der Spagat zwischen Erhalt und Wandel geglückt ist, ohne den industriellen Charme komplett zu glätten? Es gibt ja durchaus Ansätze, wie wir sie unter Thema: Verlorene Orte und Industriekultur im Gallus oder auch in den Überlegungen zu Thema: Gallus im Wandel: Architektur und Identität zwischen Neubau und Bestand besprochen haben, die Bestand und Moderne sinnvoll verbinden könnten. Beste Grüße aus dem Quartier. :-)