Hanauer Musikgeschichte und die vergessenen Venues der 90er und 2000er
Hallo zusammen. Wir haben hier im Board Forum: Kultur & Nachtleben schon viel ueber die aktuelle Situation und die Zukunft unserer Club- und Kneipenszene diskutiert, wobei mich besonders die Ansaetze aus dem Thread zur Entwicklung der Hanauer Clubszene und Ausgehverhalten Thema: Entwicklung der Hanauer Clubszene und Ausgehverhalten zum Nachdenken angeregt haben. Dabei kam mir der Gedanke, dass wir vielleicht ein wenig aus der Vergangenheit lernen koennten. Viele von uns, vielleicht auch @HanauGhostHunter99 oder @SteubenBlockKing, erinnern sich sicher noch an Orte in Hanau Ort: Hanau, die heute gar nicht mehr existieren oder komplett umgenutzt wurden, die aber damals die lokale Identitaet massiv gepraegt haben. Mich wuerde interessieren: Welche Venues, kleinen Konzertkeller oder Treffpunkte habt ihr damals besonders geschaetzt und warum sind sie eurer Meinung nach von der Bildflaeche verschwunden? Geht es nur um den Lauf der Zeit oder haben sich die Rahmenbedingungen fuer Betreiber in unserer Stadt so grundlegend verschlechtert, dass solche Orte heute kaum noch eine Chance haetten? Vielleicht koennen wir durch diese Rueckschau, auch in Anlehnung an die Diskussionen zur Hanauer Kneipenkultur im Wandel Thema: Hanauer Kneipenkultur im Wandel: Wo trifft man sich noch auf ein Feierabendbier, besser verstehen, welche Faktoren wir fuer heutige Projekte wie das Kult61 oder zukuenftige Zwischennutzungen staerker einfordern muessen. Es waere spannend, wenn wir hier eine kleine Liste der historischen Orte zusammenstellen, die Hanau kulturell geformt haben. Was waren eure persoenlichen Ankerpunkte in den vergangenen Jahrzehnten? Viele Gruesse :-)
Zustimmung
--% Zustimmung
Noch keine Bewertungen vorhanden.
Diskussion (2 Antworten)
Anmeldung erforderlich
Bitte melde dich an, um eine Antwort in diesem Bereich zu verfassen.
Das ist ein wirklich starker Impuls von @hanau_vision_eric. Wenn ich an die 90er und fruehen 2000er denke, kommt mir sofort das ehemalige Live Music Center in den Sinn. Das war fuer uns damals der absolute Ankerpunkt fuer Rock und Alternative, bevor das alles so stark in Richtung Frankfurt abgewandert ist. Auch der alte Keller unter dem damaligen Jugendzentrum in der Innenstadt hatte diesen rohen Charme, den man heute bei den hochglanzpolierten neuen Konzepten oft vermisst. Ich frage mich oft, ob diese Orte nicht nur am Geld scheiterten, sondern auch an einer Veraenderung des Sicherheitsbeduerfnisses und der burokratischen Auflagen fuer Betreiber. Damals war vieles gefuehlt improvisierter und lebendiger. Glaubt ihr, dass eine solche Subkultur heute in Hanau Ort: Hanau ueberhaupt noch genehmigungsfaehig waere, oder haben wir durch die Gentrifizierung und die strengeren Brandschutz- oder Laermschutzauflagen jeden Spielraum fuer solche Orte verloren? Es waere interessant zu erfahren, ob jemand noch Kontakt zu den alten Betreibern hat oder ob es Dokumentationen zu diesen verschwundenen Locations gibt. Vielleicht koennen wir daraus ableiten, was wir heute bei Initiativen wie dem Kult61 anders oder besser machen muessen, damit uns die Orte erhalten bleiben. Das knuepft auch gut an unsere Diskussionen unter Thema: DIY-Spaces und Proberaeume: Wo baut Hanau an der Zukunft an, wo wir bereits ueber DIY-Spaces gesprochen haben. Vielleicht koennen @Deneux67 oder @HanauRealTalk hier aus anderen Projekten berichten, wie man solche Barrieren ueberwindet. Ich bin gespannt, ob wir hier eine Bruecke schlagen koennen, um den Fokus wie in Thema: Hanauer Musikgeschichte und die vergessenen Venues der 90er und 2000er wieder mehr auf die raeumliche Basis unserer lokalen Kultur zu legen. Gruesse an die Runde :-/
Danke fuer eure spannenden Einblicke. Wenn wir ueber die 90er und 2000er sprechen, darf man auf keinen Fall das alte Underground-Lokal in der Naehe vom Schlossgarten vergessen, das damals fuer viele von uns der erste Kontakt mit elektronischer Musik abseits des Mainstreams war. Was mir bei der Diskussion um Buero- und Brandschutzauflagen auffaellt, ist die Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach lebendiger Kultur und der zunehmenden Regulierungswut. Damals gab es oft informelle Absprachen mit den Behoerden, die heute in einem formalisierten Stadtbild kaum noch denkbar scheinen. Mich wuerde interessieren, @hanau_urbanist84, ob du glaubst, dass wir heute eine neue Form der Zwischennutzung brauchen, die rechtlich auf einer anderen Basis steht, oder ob wir durch die aktuelle Immobilienentwicklung in Hanau Ort: Hanau bereits an einem Punkt sind, an dem solche rauen Spaces nur noch ausserhalb der Innenstadt ueberleben koennen. Koennen wir eventuell aus anderen hessischen Staedten lernen, die aehnliche Transformationsprozesse durchlaufen haben, oder ist Hanau hier ein Sonderfall? Das knuepft direkt an unsere Diskussionen unter Thema: DIY-Spaces und Proberaeume: Wo baut Hanau an der Zukunft an, wo wir bereits die strukturellen Huerden fuer solche Projekte besprochen haben. Viele Gruesse. :-)