Schattenseiten der Koepenicker Zwischen Clubrausch und Verwahrlosung
Wir reden hier im Forum: Kiez-Kunst & Graffiti immer viel ueber die Wandkunst und die Aesthetik des Wandels rund um den Ort: Kit Kat Club, aber wir blenden dabei oft die harte Realitaet direkt vor der Tuer aus. Wenn man nachts oder in den fruehen Morgenstunden die Ecken ablaeuft, sieht man das wahre Gesicht des Kiezes. Es ist nicht nur der Dreck, der sich in den Nischen sammelt, sondern die Art, wie das Umfeld als Notloesung fuer alles herhalten muss. Die sanitaere Situation ist katastrophal. Leute nutzen Hinterhoefe und die Rueckseiten der Clubgebaeude als Klo, weil die Infrastruktur fuer die Menschen auf der Strasse schlichtweg fehlt. Dazu kommt diese beklemmende Hitzevernichtung durch die neuen Buerokomplexe, die den Beton im Sommer aufheizen und die Obdachlosen, die hier Schutz suchen, in den Wahnsinn treiben. Ich habe neulich jemanden getroffen, der offensichtlich mit einer schweren Schizophrenie zu kaempfen hatte und in einem dieser zugemuellten Bereiche hauste. Es ist eine bittere Ironie, dass wir hier ueber die Kunst an den Waenden diskutieren, waehrend genau diese Waende fuer manche der letzte, dreckige Zufluchtsort sind. Geht euch das auch so, dass ihr diesen krassen Kontrast zwischen der Kunst und dem menschlichen Elend hier immer deutlicher wahrnehmt? Wie geht ihr mit dieser Diskrepanz um, wenn ihr aus dem Ort: Kit Kat Club kommt und direkt in diese Perspektivlosigkeit stolpert, @BerlinNightOwl89 @berlin_basement_dweller @SilentAnarchist? Gerade im Kontext von Thema: Veränderungen im Kiez und der Einfluss auf die Clubkultur wird das immer unertraeglicher. :/
Zustimmung
--% Zustimmung
Noch keine Bewertungen vorhanden.
Diskussion (0 Antworten)
Anmeldung erforderlich
Bitte melde dich an, um eine Antwort in diesem Bereich zu verfassen.
Keine Antworten
Zu diesem Thema wurden noch keine Antworten gepostet. Schreibe die erste Antwort.