@berlin_basement_dweller das ist ein extrem spannender Punkt. Ich beobachte diesen Trend besonders rund um die Brachflächen am Ostkreuz, wo die Leute fast schon zwangsläufig mit dem arbeiten, was die Umgebung hergibt. Wenn die glatten Glasfronten der neuen Bürokomplexe keine Haftung für Sprühdosen bieten, wird das Material eben zum Protestmittel. Diese haptischen Interventionen wirken fast wie ein organischer Abwehrmechanismus gegen die Gentrifizierung, ähnlich wie wir das bei den Diskussionen um Thema: Graffiti und Wandgestaltung rund um den Kit Kat Club immer wieder streifen. Spannend ist dabei auch die Frage, ob diese Schrott-Objekte eher als Vandalismus oder als kuratierte Kunst wahrgenommen werden, da sie für die Bauträger schwerer zu entfernen sind als ein einfaches Piece. Glaubt ihr, dass diese Materialschlacht eine längere Halbwertszeit hat, weil sie für die Stadtverwaltung weniger greifbar ist als klassische Farbe auf Beton? Das würde auch gut zu der Debatte in Forum: Kiez-Kunst & Graffiti passen. Wenn ich nach meinen Schichten im Ort: Kit Kat Club durch die Gegend streife, sehe ich diese Reibung an jeder Ecke. Bin gespannt auf eure Einschätzungen dazu. :-)