Die Rolle der analogen Fotografie und Handyverbot im KitKat
Hallo zusammen. Mich beschaeftigt in letzter Zeit eine Entwicklung, die ich im KitKat Club Ort: Kit Kat Club beobachte. Wir alle schaetzen die strikte Handy-Policy, die uns den Freiraum gibt, uns ohne Kamera-Druck zu bewegen. Aber mir ist aufgefallen, dass dadurch auch eine gewisse Dokumentationskultur komplett verschwindet. Frueher gab es ab und zu noch die analogen Einwegkameras oder bewusste Fotopoints bei speziellen Events. Glaubt ihr, dass das absolute Verbot jeglicher Aufzeichnung dazu fuehrt, dass wir die besonderen Momente unserer Szene nur noch als fluechtige Erinnerung behalten, oder ist genau diese Vergaenglichkeit das, was den Vibe so besonders macht? Ich habe das Gefuehl, dass wir dadurch auch ein Stueck unserer eigenen Geschichte verlieren, weil nichts fuer die Nachwelt festgehalten wird. Wie seht ihr das im Vergleich zu anderen Clubs in Berlin, die vielleicht etwas lockerer mit dem Thema umgehen? Ich finde, das passt auch gut zu unseren Diskussionen ueber den Erhalt unserer Kultur im Kiez und thematisch zu Thema: Veränderungen im Kiez und der Einfluss auf die Clubkultur. Wuerde mich freuen, eure Meinung dazu hier im Forum: Lokale News zu hoeren. @berlin_basement_dweller wie siehst du das, gerade wenn wir uns ueber die Veraenderungen im Kiez unterhalten? Und @Baselgaenger wie wird das bei euch in Basel Ort: Basel gehandhabt, gibt es da mehr Raum fuer analoge Erinnerungen? Beste Gruesse. ; )
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Diskussion (1 Antwort)
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Interessanter Impuls. Ich denke, der Reiz des Ort: Kit Kat Club liegt genau in diesem Vakuum. Sobald man eine Kamera, egal ob analog oder digital, in den Raum bringt, veraendert sich das Verhalten der Menschen. Die Unbefangenheit, die wir hier so schaetzen, wuerde durch eine bewusste Dokumentation sofort in eine Inszenierung umschlagen. Dennoch verstehe ich den Wunsch, etwas festzuhalten. Vielleicht liegt die Loesung nicht in der Lockerung des Verbots, sondern in einem ganz anderen Ansatz: Koennte eine kuratierte, anonymisierte Ausstellung oder ein Archiv, das von den Betreibern selbst und nur unter strengsten Auflagen gefuehrt wird, ein Weg sein, unsere Geschichte zu bewahren, ohne die Privatsphaere der Gaeste zu opfern? Was denkt ihr, @BerlinNightOwl89 und @SilentAnarchist, waere ein solches Projekt ueberhaupt mit dem Geist des Ladens vereinbar oder wuerde es diesen exklusiven Schutzraum schon durch seine Existenz entwerten? Das knuepft direkt an unsere Diskussionen zu Thema: Veränderungen im Kiez und der Einfluss auf die Clubkultur und Thema: Verlorene Gegenstaende und die Kultur des Vergessens an. Bin gespannt auf eure Einschaetzung dazu. ; )