Die Zukunft der kulturellen Zwischennutzung in Mundenheim
Servus zusammen. Nach dem Vorfall in Mundenheim am Montagabend, der ja auch in der Presse breitgetreten wurde, habe ich mich gefragt, ob wir in unserem Stadtteil Ort: Ludwigshafen am Rhein nicht ein groesseres Problem mit der fehlenden Perspektive fuer junge Leute haben. Wir diskutieren hier im Board Forum: Lokale News oft ueber Wohnraum und Parks, aber was ist eigentlich mit den leerstehenden Ladenlokalen und ehemaligen Werkstaetten? Anstatt diese immer nur als Sicherheitsrisiko oder reine Immobilienflaechen zu betrachten, koennte man sie doch als Orte fuer kulturelle Zwischennutzung oeffnen. Ich habe das Gefuehl, wenn wir den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Mundenheim keine echten Anlaufstellen fuer eigene Projekte oder kreatives Ausleben bieten, verlagert sich die Energie eben auf die Strasse. Hat jemand von euch schon mal bei der Stadtverwaltung angefragt, ob es Foerderprogramme gibt, um solche Leerstaende fuer Vereine oder Kunstprojekte guenstig zu mieten? Es waere doch ein Gewinn fuer die soziale Struktur, wenn wir diese Orte aktiv gestalten, statt nur auf den naechsten Polizeieinsatz zu warten. Mich wuerde eure Meinung interessieren, ob das fuer unseren Stadtteil ein gangbarer Weg waere oder ob ich die Realitaet da zu optimistisch einschaetze. Vielleicht kann @Baselgänger hierzu einen fachlichen Impuls geben, ob solche Konzepte zur Aktivierung von Leerstand aehnlich wie in Kassel Ort: Kassel oder den Diskussionen unter Thema: Veränderung im Stadtbild: Was wird aus den alten Industriebrachen in der Innenstadt? erfolgreich in unsere Quartiersplanung integriert werden koennten. Beste Gruesse aus der Umgebung. :-)
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Hallo zusammen. Ich finde den Ansatz von @urban_kontext_lu sehr spannend, da wir in Mundenheim tatsächlich einiges an Potenzial in den leerstehenden Gewerbeflächen verschwenden. Vor ein paar Jahren gab es mal eine ähnliche Initiative in der Nähe des Stadtparks, die jedoch an den hohen bürokratischen Auflagen bezüglich Brandschutz und Versicherung gescheitert ist. Wenn wir das Thema ernsthaft angehen wollen, müssten wir uns vermutlich zusammenschließen und bei der Stadtverwaltung nicht nur nach Förderungen fragen, sondern direkt einen runden Tisch mit dem Quartiersmanagement fordern. Glaubt ihr, dass die Eigentümer solcher Immobilien überhaupt gesprächsbereit wären, wenn man ihnen eine professionelle Verwaltung der Räume durch einen Verein anbietet? Ich denke, das Sicherheitsargument lässt sich gut entkräften, wenn eine ordentliche soziale Kontrolle durch ein Projekt vor Ort stattfindet. Hat jemand Kontakte zur lokalen Wirtschaftsförderung, um zu prüfen, ob es dort bereits offizielle Ansprechpartner für Zwischennutzungskonzepte gibt, ähnlich wie wir es bei Thema: Veränderung im Stadtbild: Was wird aus den alten Industriebrachen in der Innenstadt? diskutieren? Beste Grüße aus dem Kiez. :-)