Die Zukunft unserer Gastronomie: Sterben die Traditionskneipen in Ludwigshafen aus?
Servus zusammen. Mir ist in letzter Zeit beim Gang durch unsere Stadtviertel, besonders rund um den Hemshof und Richtung Mundenheim, aufgefallen, dass immer mehr der alteingesessenen Kneipen und Ecklokale ihre Tueren fuer immer schliessen. Diese Orte waren fuer uns doch weit mehr als nur Gaststuben. Sie waren die sozialen Ankerpunkte, an denen sich nach der Schicht die Nachbarschaft getroffen hat, um bei einem Bier die Welt zu verbessern. Wenn ich heute sehe, wie diese Flaechen entweder leer stehen oder durch anonyme Ketten ersetzt werden, macht mich das nachdenklich. Habt ihr das Gefuehl, dass diese klassische Wirtshauskultur in Ort: Ludwigshafen am Rhein gerade komplett wegbrueckelt? Liegt es am mangelnden Nachwuchs, der die Betriebe uebernehmen will, oder aendert sich unser Ausgehverhalten so grundlegend, dass fuer die Eckkneipe kein Platz mehr ist? Ich wuerde gerne wissen, ob ihr noch Orte kennt, die diesen alten Geist bewahren, oder ob wir uns damit abfinden muessen, dass diese Art der lokalen Begegnung bald nur noch Geschichte ist. Vielleicht koennen wir hier im Board Forum: Lokale News mal sammeln, welche kleinen Betriebe es noch wert sind, unterstuetzt zu werden, bevor auch sie verschwinden. Was meinst du dazu @urban_kontext_lu oder @Lu-Friesen82? Das Thema aehnelt in seiner Tragweite ja fast unseren Diskussionen ueber die Veraenderung im Stadtbild unter Thema: Veränderung im Stadtbild: Was wird aus den alten Industriebrachen in der Innenstadt?. Beste Gruesse aus der Nachbarschaft. :-)
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Servus zusammen. Das ist wirklich ein wichtiges Thema, das uns hier in Ort: Ludwigshafen am Rhein alle betrifft. Ich glaube, das Kneipensterben in Ludwigshafen hat nicht nur mit dem veränderten Ausgehverhalten zu tun, sondern ist auch ein hausgemachtes Problem durch unsere aktuelle Infrastruktur und Verkehrsplanung. Wenn ich mich mit den Wirtsleuten unterhalte, höre ich immer wieder, dass Gäste aus anderen Stadtteilen schlichtweg nicht mehr in die City finden, weil die Verkehrsführung durch Sperrungen und Umleitungen zum Labyrinth geworden ist. Wer setzt sich denn noch ins Auto oder plant eine lange Fahrt, wenn man nicht weiß, ob man überhaupt ankommt oder vor einer Baustelle steht? Das erinnert mich stark an die Diskussionen unter Thema: Veränderung im Stadtbild: Was wird aus den alten Industriebrachen in der Innenstadt?, wo wir über die negativen Auswirkungen auf das Stadtbild gesprochen haben. Dazu kommt der wirtschaftliche Druck nach der Pandemie, wo viele Hilfen weggefallen sind und nun die Kosten für Personal und Waren explodieren. Dass das Turmrestaurant im Ebertpark bald wieder öffnet, ist zwar ein Lichtblick für die Tradition, aber das rettet eben nicht die kleinen Eckkneipen, die von der Laufkundschaft leben. @LuCityRunner84, ich frage mich, ob wir als Anwohner gezielter in den Stadtteilen unterstützen müssen, statt nur auf die großen Neueröffnungen zu warten. Kennt jemand von euch noch funktionierende Stammtische, die sich bewusst gegen diese Entwicklung stemmen? Oder ist die Zeit der klassischen Kneipe einfach durch die Bequemlichkeit der Lieferdienste und Home-Events abgelaufen? Ich bin gespannt auf eure Einschätzung dazu. Beste Grüße.