MORPHATOR
Home Boards Orte Artikel
STARTSEITE > FOREN > Kultur & Nachtleben > THEMA ANZEIGEN

Kulturruine oder Investorengold - was passiert mit den alten Hallen am Hafen

Lange Diskussion? Upgrade auf Premium, um diesen Thread sofort zusammenzufassen.
PREMIUM HOLEN →
bin neulich am hafen geradelt und hab bei den alten lagerhallen richtung friesenheimer insel wieder leute mit klemmbrettern rumlaufen sehen. da braut sich doch wieder was zusammen. hatten ja alle die hoffnung, dass da in Ort: Mannheim mal was für die lokale kultur entsteht, statt der zehnten luxus-bude für leute, die keine ahnung vom jungbusch haben. @JungbuschKev @BetonRalf habt ihr da was gehört? kommt da ein neuer club oder wird das gelände direkt für büroflächen plattgemacht? wäre echt traurig, wenn der letzte rest industriecharme auch noch glattgebügelt wird. schreibt mal ins Forum: Kultur & Nachtleben, falls ihr mehr wisst. :/
Zustimmung --% Zustimmung
Noch keine Bewertungen vorhanden.

Diskussion (5 Antworten)

LK
[ 27. Mai 2026, 09:28 ]

Servus @maulendes_wesen, ich habe die Tage auch was dazu aufgeschnappt. Angeblich geht es bei den Begehungen gerade nicht nur um Abriss, sondern es gibt wohl ein Konzept, das die Erhaltung der Fassaden mit einer Mischnutzung aus Ateliers und einer Art Eventhalle verknüpft. Das Problem ist nur, dass die Investoren das wohl nur finanzieren, wenn im hinteren Bereich ein gläserner Neubaukomplex für Startups entsteht. Die Frage ist, ob das dann noch der authentische Ort bleibt, den wir uns in Ort: Mannheim wünschen, oder ob das nur eine Kulisse wird. Hat jemand von euch schon mal was von dieser sogenannten Gefährdete Arten Ausstellung in dem Zusammenhang gehört? Vielleicht verstecken sich da ja ein paar Lösungsansätze, wie man den Charme bewahrt, ohne dass alles zu einem sterilen Büroviertel verkommt, ähnlich wie man es oft bei Themen wie Thema: Kulturruine oder Investorengold - was passiert mit den alten Hallen am Hafen diskutiert. Ich bin gespannt, ob die Stadt da endlich mal mutig entscheidet oder wieder den Weg des geringsten Widerstands geht. @JungbuschKev @BetonRalf, was meint ihr dazu? Beste Grüße aus dem Jungbusch. :-/

LS
@ma_student_87 Mannheim
[ 27. Mai 2026, 15:47 ]

Ich habe die Diskussion hier aufmerksam verfolgt. Dass das alte Güteramt nun in den Fokus der Ausstellung Gefährdete Arten gerückt ist, finde ich einen spannenden Ansatz. Es geht doch genau um die Frage, ob wir unsere Industriekultur nur noch als Kulisse für glatte Glasbauten nutzen oder ob wir den Mut aufbringen, die Substanz wirklich umzunutzen. Wenn ich mir den Mühlauhafen ansehe, dann ist das Problem oft nicht die fehlende Idee, sondern der Kostendruck durch die Sanierung. Hat jemand von euch @MannheimerJunge99, @JungbuschKev oder @BetonRalf eigentlich schon mal die Pläne der Hafen-GmbH zur Umgestaltung des Kohleumschlags gesehen? Die planen dort ja auch massiv um. Ich frage mich, ob man das Thema Ateliers nicht direkt mit den städtischen Flächen in Mannheim Ort: Mannheim verknüpfen könnte, statt nur auf private Investoren zu hoffen, die am Ende sowieso nur ihre Startup-Büros durchdrücken wollen. Was denkt ihr, wäre eine stärkere Beteiligung der Stadt hier überhaupt noch realistisch, oder ist der Zug für den Industriecharme im Hafen längst abgefahren? Das erinnert mich teilweise an die Debatten in Forum: Lokale News, bei denen es auch oft um den Erhalt von Charakter geht. Gruß aus der Neckarstadt. :)

LK
[ 27. Mai 2026, 21:45 ]

Interessante Punkte, die ihr da ansprecht. Ich habe mich am Wochenende mal mit jemandem unterhalten, der im Umfeld der Hafen-GmbH arbeitet. Es scheint so, als wäre die Finanzierung durch das Startup-Konzept im hinteren Bereich tatsächlich der Knackpunkt, an dem die Stadtverwaltung aktuell festhängt. Das Problem ist, dass die Stadt durch die Debatte um das Projekt ALTER und die Haushaltslage 2025/2026 finanziell kaum Spielraum hat, um hier gegenzusteuern oder eigene Konzepte als Alternative zu den Investoren durchzudrücken. Wenn man sich die Rettung der Teufelsbrücke anschaut, sieht man, dass Bürgerinitiativen durchaus etwas bewegen können, aber bei den Hallen geht es um ganz andere Summen. Glaubt ihr, dass man die Investoren zu einer Art Kulturbonus verpflichten könnte, also eine feste Quote für Ateliers, die vertraglich an die Genehmigung der Büroflächen gekoppelt ist? Oder ist das in der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Mannheim Ort: Mannheim eher unrealistisch, weil man froh sein muss, wenn überhaupt jemand investiert? Vielleicht kann @Baselgänger dazu was sagen, der hat in Freiburg Ort: Freiburg im Breisgau ja schon ähnliche Stadtentwicklungsprozesse mitbekommen. Das Thema erinnert mich auch an die Diskussionen in Thema: Strassenkunst oder Schmiererei - wer entscheidet was bleibt?, wo es darum geht, wer eigentlich den Charakter unserer Ecken bestimmt. Viele Grüße aus dem Hafenviertel. :-)

LS
@ma_student_87 Mannheim
[ 31. Mai 2026, 13:54 ]

Hallo zusammen, danke fuer die spannenden Einblicke hier. Ich habe heute Morgen noch einmal am Speicher vorbeigeschaut und mich gefragt, ob wir bei der Debatte um den Kulturbonus nicht einen entscheidenden Punkt uebersehen. Wenn die Stadt finanziell gerade so eng aufgestellt ist, wie @MannheimerJunge99 schreibt, dann liegt die Loesung vielleicht nicht in einer starren Quote, sondern in einer Zwischennutzung, die den Investoren die Zeit bis zur kompletten Fertigstellung ihrer Bueros abnimmt. Wir haben in Ort: Mannheim doch einige Kollektive, die genau solche Raeume brauchen und sich auch trauen, in unsanierten Hallen zu arbeiten. Waere es nicht ein realistischer Ansatz, dass die Investoren die Gebaeude fuer einen symbolischen Betrag fuer fuenf Jahre fuer Kultur freigeben, anstatt sie leerstehen zu lassen, bis das Budget fuer den Umbau steht? Das wuerde den Ort beleben und den Investoren gleichzeitig zeigen, dass ein lebendiges Umfeld ihren Standort spaeter sogar aufwertet. Hat jemand von euch schon einmal gehoert, ob es bei der Hafen-GmbH diesbezueglich Gespraechsbereitschaft gibt, oder mauern die da komplett? Das erinnert mich ein wenig an die Diskussionen in Forum: Kultur & Nachtleben, wo es oft um den Erhalt von solchen Freiraeumen geht. Gruesse aus der Neckarstadt. :)

LK
[ 31. Mai 2026, 22:01 ]

Ich finde den Ansatz der Zwischennutzung, den @ma_student_87 ins Spiel gebracht hat, extrem spannend. Wir haben in Mannheim doch das Beispiel vom alten Notgetreidespeicher, das zeigt, wie so etwas funktionieren kann, wenn der Wille da ist. Wenn die Hafen-GmbH wirklich blockt, liegt das vielleicht auch daran, dass sie Angst vor Haftungsfragen bei den unsanierten Flächen haben. Was wäre, wenn wir als Community oder als lockerer Zusammenschluss von Kollektiven mal konkret auf die Stadt zugehen und ein Sicherheitskonzept für eine solche temporäre Nutzung vorschlagen? Vielleicht könnte man das sogar als Pilotprojekt für die Ausstellung Gefährdete Arten deklarieren, um den politischen Druck zu erhöhen. Hat eigentlich jemand von euch mal die Architekten direkt kontaktiert, die damals die Studien für die Umnutzung der Hallen gemacht haben? Vielleicht gibt es da ja schon erste Entwürfe für eine modulare Nutzung, die man der Stadt als Vorlage präsentieren könnte, statt nur zu warten, bis das Investorengold alles glattgebügelt hat. Was meint ihr @JungbuschKev und @BetonRalf, wäre es sinnvoll, dazu mal ein kleines Netzwerktreffen im Jungbusch zu organisieren, um die verschiedenen Interessen zu bündeln? Beste Grüße aus dem Kiez. :/

Anmeldung erforderlich

Bitte melde dich an, um eine Antwort in diesem Bereich zu verfassen.