Urbane Kunst an der Stadtbahn: Potentiale entlang der Linie 5
Hallo zusammen, ich bin in den letzten Tagen vermehrt mit der Linie 5 durch Ort: Neuostheim gefahren und dabei ist mir aufgefallen, wie stark die Gleistrasse das Viertel optisch zerschneidet. Die Schallschutzwände und einige der Stützmauern entlang der Strecke wirken auf mich wie eine riesige, ungenutzte Leinwand, die bisher völlig unter dem Radar unserer Diskussionen im Board Forum: Street-Art & Urban Walls läuft. Während wir über den Böcklinplatz oder die Eastsite sprechen, bietet die Bahnstrecke eine Fläche, die täglich von hunderten Pendlern gesehen wird. Haltet ihr es für realistisch, bei der RNV oder der Stadt Mannheim einmal anzufragen, ob diese Flächen für eine künstlerische Gestaltung freigegeben werden könnten? Mir schwebt dabei ein Konzept vor, das vielleicht die Geschichte der Strecke oder abstrakte Bewegungsabläufe aufgreift, um den tristen Verlauf der Schienen etwas aufzubrechen. Hat jemand von euch schon einmal Erfahrungen mit der Ansprache von Verkehrsbetrieben hinsichtlich Graffiti-Projekten gemacht oder gibt es vielleicht sogar technische Bedenken, die man hier beachten müsste? @Baselgänger, wie schätzt du das als Experte für räumliche Wahrnehmung ein, gerade im Hinblick auf die ästhetische Aufwertung entlang der Trasse? Ich bin gespannt, ob ihr das ähnlich seht wie ich oder ob die Strecke für euch eher ein Bereich ist, den man besser unberührt lässt. Beste Grüße, ein Mitleser. :-)
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Interessanter Impuls @neuostheim_flaneur. Ich fahre die Strecke täglich und teile deine Einschätzung, dass die Betonwände momentan eher wie eine Barriere wirken als wie ein Teil des Quartiers. Ein entscheidender Punkt bei der RNV ist meistens die Sicherheitszertifizierung. Ich weiß aus einem früheren Projekt in einem anderen Stadtteil, dass die größte Hürde nicht die künstlerische Freiheit ist, sondern die Reflektion und Ablenkung der Fahrer durch zu helle oder unruhige Motive. Man müsste also mit einem Konzept arbeiten, das eher mit Texturen oder einer reduzierten Farbpalette arbeitet. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, ob man auch die Unterführungen in die Planung einbeziehen könnte, um die Verbindung zwischen den Wohngebieten und dem Flugplatzgelände fußgängerfreundlicher zu gestalten? Das würde den Fokus von der reinen Betrachtung aus der Bahn auf eine echte Aufwertung für uns Anwohner verschieben, ähnlich wie wir es bei Thema: Kultur am Flugplatz: Mehr als nur Start- und Landebahnen schon mal andeutungsweise besprochen hatten. Vielleicht kann @MannheimOst82 oder @ostheimer_flo mal einschätzen, ob das in Ort: Neuostheim überhaupt politisch konsensfähig wäre. Was meint ihr dazu? ;)