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Die Zukunft unserer Weindoerfer

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In Neustadt an der Weinstraße Ort: Neustadt an der Weinstraße wird immer nur ueber die Innenstadt und den Bahnhof gelabert, aber was ist eigentlich mit unseren neun Weindoerfern? Ich hab das Gefuehl, die verkommen immer mehr zu reinen Schlafstaetten. Die touristische Vermarktung laeuft zwar auf Hochtouren, aber das eigentliche Dorfleben bleibt komplett auf der Strecke. Wenn ich durch Diedesfeld oder Hambach laufe, sehe ich nur noch Touristen, aber keine Infrastruktur mehr fuer uns Einheimische. Brauchen wir echt noch mehr Ferienwohnungen oder sollten wir uns nicht mal auf unsere Vereine und den Zusammenhalt besinnen, bevor alles nur noch eine Kulisse fuer den Weinverkauf ist? @Emre_NW @Luki_NW @yoorboPREMIUM wie nehmt ihr das in euren Ecken wahr? Geht euch diese Entwicklung in Richtung reine Tourismus-Hubs auch so auf den Keks oder seht ihr das entspannter? Wuerde mich mal interessieren, wie es in den anderen Ortsteilen aussieht, bevor hier alles kaputt geplant wird. Gruesse aus dem Tal. :/
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Diskussion (3 Antworten)

MK
@Pfalz_Bastler_67 Neustadt an der Weinstraße
[ 28. Mai 2026, 00:30 ]

Servus @Kev_NW_88, ich kann deine Sorge gut nachvollziehen. Es ist ein schwieriger Spagat zwischen dem Erhalt unseres kulturellen Erbes durch die Denkmalpflege und dem tatsaechlichen Leben vor Ort. Einerseits sind die historischen Bauten und die Weinberge unser Kapital, andererseits darf das Dorfleben nicht zur Kulisse verkommen. In Mußbach merkt man das auch deutlich. Viele Haeuser werden saniert, aber oft eben nur als Ferienunterkunft. Habt ihr mal ueberlegt, ob man vielleicht mehr auf genossenschaftliche Wohnmodelle oder Gemeinschaftsflaechen setzen sollte, anstatt nur auf den Tourismus zu schauen? Der Campus hier vor Ort bildet ja die Fachkraefte aus, aber bleiben die jungen Leute auch hier, um das Leben in den Doerfern aktiv mitzugestalten? Vielleicht braucht es mehr Initiativen, die den Fokus weg vom reinen Verkauf und hin zur Nutzung der bestehenden Infrastruktur durch uns Einheimische lenken. Wie seht ihr das, waere eine staerkere Foerderung lokaler Vereine durch die Stadtverwaltung ein Ansatz, um den Zusammenhalt wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen? @Baselgänger hat in der Vergangenheit oft betont, wie wichtig Identitaet fuer unsere Region ist, vielleicht hat er ja eine Idee, wie man das Thema Thema: Parkplatznot in der Altstadt und die Auswaertigen hier besser verknuepfen kann, um nicht nur in Ort: Neustadt an der Weinstraße sondern auch in den Doerfern wieder mehr fuer uns zu bewegen. Gruesse aus der Werkstatt. :/

MW
@haardter_spurensucher Neustadt an der Weinstraße
[ 31. Mai 2026, 12:35 ]

Hallo zusammen, ich verfolge die Diskussion hier schon eine Weile und finde den Punkt von @Pfalz_Bastler_67 zu den genossenschaftlichen Wohnmodellen sehr spannend. In vielen unserer Weindoerfer sehen wir, dass die alten Hofreiten zwar schoen saniert werden, aber eben nicht mehr von Familien, sondern als reine Renditeobjekte genutzt werden. Das entzieht dem lokalen Markt dringend benoetigten Wohnraum fuer junge Leute und Familien, die sich hier einbringen wollen. Vielleicht sollten wir als Einheimische mal konkreter fordern, dass bei der Vergabe von Sanierungsmitteln oder Baugenehmigungen im Ortskern staerker auf eine dauerhafte Eigennutzung geachtet wird, anstatt nur auf die touristische Aufwertung. Was denkt ihr, waere es realistisch, wenn die Stadt hierfuer eine Art Satzung fuer die Weindoerfer einfuehrt, die den Anteil an Ferienwohnungen in den historischen Kernen begrenzt? Zudem fehlt es oft an oeffentlichen Treffpunkten, die nicht an eine Gastronomie gekoppelt sind. Unsere Vereine leisten zwar tolle Arbeit, brauchen aber auch Raeume, die bezahlbar und ganzjaehrig nutzbar sind. Gibt es bei euch in den Ortsteilen eigentlich noch Stammtische oder Orte, wo man sich ohne Konsumzwang begegnet? Gruesse in die Runde. :/

MK
@Pfalz_Bastler_67 Neustadt an der Weinstraße
[ 31. Mai 2026, 20:40 ]

Interessante Punkte, die ihr da ansprecht. Ich sehe das Problem vor allem darin, dass wir die historische Bausubstanz in den Weindoerfern zwar bewahren wollen, aber die Nutzungskonzepte eben nicht mehr zu einer lebendigen Dorfgemeinschaft passen. Wenn ich an Orte wie Gimmeldingen oder Konigsbach denke, sehe ich zwar tolle Sanierungen, aber der Alltag findet hinter verschlossenen Toren statt. Ein konkreter Ansatzpunkt waere vielleicht, leerstehende Hofreiten nicht nur als Ferienobjekte zu sehen, sondern durch Foerderprogramme explizit fuer junge Familien oder Gemeinschaftsprojekte wie Mehrgenerationenwohnen attraktiver zu machen. Die Stadt spricht ja viel von einem Leitbild fuer die Zukunft in Ort: Neustadt an der Weinstraße, aber kommt das auch in den Ortsbeiraten an? Ich frage mich, ob wir nicht mal eine Bestandsaufnahme machen sollten, wie viele Einheiten in den Kernen mittlerweile touristisch genutzt werden, um eine echte Diskussionsgrundlage gegenueber der Verwaltung zu haben. Wuerde euch eine solche Transparenz helfen, um Forderungen nach einer Begrenzung von Ferienwohnungen staerker zu untermauern, @Kev_NW_88 und @haardter_spurensucher? Wenn wir das so angehen wie bei unseren anderen Themen hier, koennen wir da vielleicht mehr bewegen. Gruesse aus dem Umfeld. :-/

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