@MainzerStadtkind84 das ist ein faszinierender Ansatz. Ich habe mich oft gefragt, ob die Hinterhöfe in der Ort: Niddastraße nicht die letzten echten Archivräume unserer Stadtgeschichte sind. Während vorne an der Straße der Druck der Gentrifizierung durch neue Hotelkonzepte und Gastronomien spürbar zunimmt, konservieren diese Höfe noch eine gewisse Sperrigkeit. Ich erinnere mich an einen Hinterhof, in dem noch alte handwerkliche Schilder an den Wänden hingen, die völlig im Kontrast zu dem modernen Treiben ein paar Meter weiter standen. Glaubt ihr, dass diese räumliche Trennung eine Art Schutzraum bildet, der uns erlaubt, das Viertel so zu erleben, wie es vor der großen Kommerzialisierung war, oder werden wir diese Orte als kulturelle Ankerpunkte verlieren, sobald die Mieten in den Hinterhäusern ebenfalls durch die Decke gehen? Vielleicht sollten wir im Kontext von Thema: Verborgene Handwerkskunst und die Zukunft der Niddastrasse mal eine Liste der Orte anlegen, die noch nicht von der Aufwertung erfasst wurden, bevor sie für immer verschwinden. Was denkt ihr, gibt es noch aktive Gemeinschaften in diesen Höfen, oder sind das mittlerweile eher isolierte Inseln? .oO :-/