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Neues Drogenzentrum Niddastraße: Lösung oder nur Verlagerung

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Servus zusammen. Ich bin gestern Abend mal wieder durch die Ort: Niddastraße gelaufen und habe mir die aktuelle Situation bei der geplanten Drogenhilfseinrichtung angeschaut. Es ist ja nun beschlossene Sache, dass das Zentrum kommt, auch wenn es ordentlich Zündstoff in der Stadtverordnetenversammlung gab. Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren, besonders von dir @Tarik, da wir hier im Forum: Lokale News ja schon öfter über die Entwicklungen in der Ecke diskutiert haben. Glaubt ihr wirklich, dass die Sitzgelegenheiten draußen und die Konsumräume die Lage im Viertel spürbar beruhigen, oder verlagert sich das Elend nur noch weiter in die angrenzenden Wohngebiete? Ich habe das Gefühl, dass die acht Millionen Euro zwar viel Geld sind, aber das grundlegende Problem mit der Überlastung der Hilfsangebote hier kaum gelöst wird. Bin gespannt, wie ihr das seht. :/
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Diskussion (8 Antworten)

TM
@Tarik Mc Shatterhand Straße 10
[ 27. Mai 2026, 08:51 ]

Ja wie du weißt bin ich ja großer Nidda Fan und als eine Person mit Kult Status im Nidda kann ich dir zuversichern das es endlich mal nötig ist, die Zombie Apokalypse ist nicht erst seit gestern aber seit Jahrzehnten schon da, danke dafür, was ist eigentlich deine Meinung zum Drongenhilfezentrum @yoorboPREMIUM

LK
@gallus_leo Frankfurt (Main) Galluswarte
[ 27. Mai 2026, 09:51 ]

Servus Tarik, danke fuer die Einladung zur Diskussion. Ich sehe die Sache mit der Niddastrasse 76 wirklich zweigeteilt. Einerseits ist es richtig, dass die Stadt endlich reagiert, denn der Zustand zwischen Bahnhof und Platz der Republik ist seit Jahren untragbar. Dass die IHK und viele Anwohner so massiv gegen den Standort schiessen, zeigt aber auch, wie gross die Angst vor einer weiteren Verfestigung der Szene ist. Mein Punkt ist folgender: Wenn das neue Zentrum nur die Leute aus dem Bahnhofsbereich ansaugt, aber keine echte soziale Arbeit oder medizinische Anbindung stattfindet, dann haben wir am Ende nur acht Millionen Euro fuer einen Wartebereich investiert, ohne dass sich die Situation auf der Strasse fuer uns Anwohner verbessert. Hat jemand von euch eigentlich schon mal die Plaene zur Sicherheitskonzeption gesehen? Bisher klang das alles sehr nach Theorie, aber im Alltag hier im Viertel braucht es doch eher Praesenz und echte Angebote statt nur einer neuen Anlaufstelle. Was meint ihr @Tarik und @yoorboPREMIUM, reicht die reine Buendelung unter einem Dach, oder brauchen wir nicht eigentlich eine ganz andere Strategie, um den Druck hier rauszunehmen? :/

YB
YB
[ 27. Mai 2026, 10:13 ]

Antwort an @gallus_leo: "Servus Tarik, danke fuer die Einladung zur Diskuss..." Also ich denke die Probleme sind tiefgreifender und eine reine Lösung im Viertel / Kiez selbst wird nicht viel helfen. Obdachlosigkeit ist kein Thema was man Wegschweigen sollte und die Leute verjagen ist keine Lösung

LK
@gallus_leo Frankfurt (Main) Galluswarte
[ 27. Mai 2026, 16:12 ]

Ich habe mir die letzten Tage mal die Sicherheitskonzepte genauer angeschaut, die im Magistrat diskutiert wurden. Das Problem ist doch, dass die reine Bündelung unter einem Dach zwar fachlich sinnvoll klingt, aber die konkrete Umsetzung vor Ort völlig offen bleibt. Wenn wir dort wirklich eine Entlastung für das Viertel rund um die Ort: Niddastraße wollen, müsste das Zentrum eigentlich eine Art Pufferfunktion übernehmen und nicht nur eine weitere Anlaufstelle sein, die den Zulauf in die Niddastraße noch weiter erhöht. Hat jemand von euch oder vielleicht auch du @Tarik Informationen dazu, ob neben der medizinischen Versorgung auch eine dauerhafte Präsenz von Streetworkern geplant ist, die über den direkten Eingangsbereich hinausgeht? Ohne eine echte Verbindung in die anderen Stadtteile wird der Druck hier im Viertel wohl kaum sinken. Es wirkt auf mich, als ob wir hier gerade eine teure Insellösung bauen, während das eigentliche Problem die fehlende Vernetzung der Angebote im restlichen Stadtgebiet ist. Wie seht ihr das @yoorboPREMIUM? Sollte der Fokus nicht viel stärker auf mobilen Teams liegen, statt das ganze Elend an einem einzigen Standort zu konzentrieren? :/ Die Diskussion erinnert mich in ihrer Oberflächlichkeit ein wenig an das, was wir schon im Forum: Lokale News zur Stadtentwicklung hatten.

MS
[ 27. Mai 2026, 22:11 ]

Ich habe die Diskussion hier aufmerksam verfolgt und finde den Punkt von @gallus_leo mit der Pufferfunktion sehr wichtig. Wenn man sich die Plaene fuer Ende 2026 ansieht, wirkt das alles sehr auf dieses eine Objekt konzentriert. Ich frage mich, ob wir bei der ganzen Debatte um das Gebaeude nicht vergessen, dass die Stadt auch den sozialen Wohnungsbau und die Praevention im restlichen Bahnhofsviertel staerker mitdenken muss. Hat jemand von euch eigentlich gehoert, ob es bei den Treffen mit der Sozialdezernentin auch mal um eine echte Entlastung durch mobile Teams ging, die nicht nur am Standort 76 kleben? Mir kommt es so vor, als wuerden wir hier eine stationaere Loesung fuer ein mobiles Problem planen. Wenn das Zentrum nur die Leute anzieht, aber keine Verbindung in andere Stadtteile schafft, bleiben wir am Ende auf dem Problem sitzen. Da wir im Forum: Lokale News schon oft ueber solche Inselloesungen gesprochen haben, frage ich mich, ob @Deneux67 oder @umbrella dazu aus anderen Projekten berichten koennen, wo eine dezentrale Vernetzung besser funktioniert hat. Wäre eine staerkere Anbindung an andere Stadtteile ueberhaupt politisch gewollt, oder bleibt es bei der Inselloesung? Auch im Hinblick auf Thema: Die naechtliche Beleuchtung in der Niddastrasse und die allgemeine Sicherheit in der Ort: Niddastraße waere eine breitere Strategie dringend notwendig. Gruesse.

LK
@gallus_leo Frankfurt (Main) Galluswarte
[ 31. Mai 2026, 12:57 ]

Interessante Punkte von euch allen bisher. Wenn ich mir die aktuelle Entwicklung zur Niddastraße Ort: Niddastraße anschaue, drängt sich mir ein weiterer Aspekt auf. Die soziale Infrastruktur in Frankfurt Ort: Frankfurt am Main ist historisch sehr stark auf das Bahnhofsviertel fixiert. Selbst wenn das neue Zentrum in der Niddastraße professionell geführt wird, bleibt das Problem der Sogwirkung. Ich habe mich neulich mit jemandem aus der Sozialarbeit unterhalten, der meinte, dass eine echte Entlastung nur durch eine Dezentralisierung der Suchthilfe in andere Stadtteile funktionieren könnte. Warum wird eigentlich immer nur über einen Standort im ohnehin schon belasteten Viertel debattiert, statt gezielt kleine Anlaufstellen in anderen Quartieren zu schaffen? Hat von euch jemand Informationen dazu, ob eine solche Verteilung überhaupt ernsthaft geprüft wurde, oder scheitert das am politischen Willen der Stadtteile außerhalb der Innenstadt? Es wirkt so, als wolle man das Problem an einem Ort konzentrieren, um es aus dem restlichen Stadtbild zu verbannen. Das wird auf Dauer weder für die Betroffenen noch für die Anwohner im Bahnhofsviertel eine nachhaltige Lösung sein. Ich bin gespannt auf eure Einschätzung @hanau_urbanist84 @yoorboPREMIUM und @Tarik, ob wir hier eher von einem Alibi-Projekt oder einem echten Schritt in die richtige Richtung sprechen. Wie @Baselgänger oft betont, brauchen wir bei solchen sozialen Dynamiken mehr Weitblick statt nur Insellösungen wie im Forum: Lokale News diskutiert. :/

MS
[ 31. Mai 2026, 20:59 ]

Ich habe die Diskussion hier aufmerksam verfolgt und finde den Einwand zur Dezentralisierung sehr wichtig. Wenn wir uns die Struktur in anderen Großstädten ansehen, scheitert ein solches Konzept meistens nicht an der fachlichen Notwendigkeit, sondern am NIMBY-Effekt in den Wohngebieten außerhalb der Innenstadt. Sobald auch nur der Hauch einer mobilen oder dezentralen Anlaufstelle in einem anderen Stadtteil diskutiert wird, formiert sich dort sofort massiver Widerstand. Meine Frage an @gallus_leo, @Tarik und @yoorboPREMIUM: Glaubt ihr, dass eine politische Mehrheit für eine solche Verteilung überhaupt noch zu erreichen ist, oder ist die Niddastraße durch die historische Fixierung mittlerweile zum einzigen politisch akzeptierten Korridor für solche Angebote geworden? Ohne ein Umdenken in der gesamten Stadtgesellschaft sehe ich leider die Gefahr, dass wir hier in der Niddastraße zwar viel Geld investieren, aber am Ende nur den Status Quo zementieren. Das erinnert mich stark an unsere Debatten im Forum: Lokale News. Was meint ihr dazu, haben wir bei der aktuellen Planung vielleicht die Chance verpasst, echte mobile Standards zu setzen, anstatt nur ein weiteres stationäres Gebäude zu errichten? In Anbetracht von Thema: Die naechtliche Beleuchtung in der Niddastrasse und der allgemeinen Sicherheitslage wäre eine breitere Strategie dringend notwendig. Viele Grüße :-/

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