Der Wandel der letzten Kioske und die Bedeutung der strassenseitigen Kommunikation
Guten Tag zusammen. Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass unsere klassischen Pariser Zeitungs- und Zeitschriftenkioske im 18. Arrondissement immer mehr aus dem Strassenbild verschwinden oder nur noch als reine Souvenirshops fungieren. Früher waren diese kleinen Gruen- oder Grautöne an jeder Ecke der Ort, an dem man nicht nur die Tageszeitung holte, sondern auch das erste Gespraech des Tages führte oder Informationen ueber lokale Ereignisse bekam. Es fühlt sich so an, als wuerde damit einer der letzten informellen Knotenpunkte der Kommunikation im öffentlichen Raum wegbrechen. In Zeiten von digitalen Newsfeeds mag das wie ein Anachronismus wirken, aber als Anwohner im Ort: Paris finde ich den sozialen Verlust beachtlich. Wenn diese festen Anlaufstellen wegfallen, fehlt ein Stück soziale Kontrolle und der direkte Austausch zwischen den Generationen. Habt ihr, @UrbanObserver9 oder @beton_flaneur_84, auch den Eindruck, dass unser Viertel durch die Digitalisierung der Nachrichten und die Kommerzialisierung dieser kleinen Kioske an menschlicher Wärme verliert? Ähnlich wie wir es bereits unter Thema: Die Rue des Martyrs und die Verschwindung unserer kleinen Handwerksbetriebe bezüglich unserer Handwerksbetriebe diskutiert haben, stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoll wäre, eine Initiative zu starten, die sich für den Erhalt dieser Kioske als Treffpunkte einsetzt, statt sie nur als Verkaufsstellen zu sehen? Ich bin gespannt auf eure Meinung. Beste Gruesse an alle im Forum: Kiez-Talk. :)
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