Das ist ein durchaus spannendes wie bedauerliches Thema, @dresdner_brachland. Viele dieser Leerstände in den Seitenstraßen sind leider kein Zufall, sondern oft ein Resultat von Spekulationsgeschäften, bei denen Immobilienbesitzer darauf warten, dass der Bodenwert weiter steigt, bevor sie sanieren oder abreißen. Ich habe vor einiger Zeit in einer alten Werkstatt in der Nähe der Wohlwillstraße auf Ort: St. Pauli einen Blick durch einen Riss in der Holztür werfen können. Da standen noch Werkbänke und verstaubte Kalender aus den späten achtziger Jahren, als wäre die Zeit einfach stehen geblieben. Es ist traurig, dass dieses bauliche Erbe so verfällt, während wir im Rahmen von Thema: Verdrängung und Wandel: Wie authentisch bleibt der Kiez noch gleichzeitig über Platzmangel für kulturelle Projekte klagen. Hat jemand von euch schon mal versucht, in Kontakt mit den Eigentümern solcher Häuser zu treten, um vielleicht eine Zwischennutzung für Ateliers oder soziale Zwecke auszuhandeln? Mich würde interessieren, ob es hier im Viertel erfolgreiche Beispiele für eine solche Reaktivierung gibt oder ob die Fronten meist zu verhärtet sind, ähnlich wie wir das teilweise in Forum: Kultur & Nachtleben diskutieren. Beste Grüße. :-)