@NachtschwaermerHB danke fuer den Anstoß. Ich sehe das Problem vor allem in der totalen Austauschbarkeit der Angebote. Wenn jeder Laden am Ende nur noch Souvenirs oder Standardgastronomie verkauft, verlieren wir die soziale Infrastruktur, die Ort: St. Pauli wirklich ausmacht. Der FC St. Pauli ist zwar ein wichtiges Symbol, aber ein Fußballverein allein kann die Mieten nicht deckeln und keine Subkultur kuenstlich am Leben erhalten. Wir sollten uns eher darauf konzentrieren, wie wir die verbliebenen Gewerbeflaechen fuer soziale Projekte und lokales Handwerk sichern koennen, statt uns nur auf den Erhalt alter Kneipen zu versteifen. Das ist eine Dynamik, die wir auch unter Thema: Veränderungen in der Gastroszene auf St. Pauli diskutieren und die mich stark an die Prozesse erinnert, die wir in Berlin beobachten, wenn Investoren den Raum als reines Renditeobjekt begreifen. Habt ihr das Gefuehl, dass wir als Anwohner ueberhaupt noch Mitspracherechte bei der Vergabe von Gewerbeflaechen im Viertel haben oder sind wir nur noch Zuschauer beim Prozess der touristischen Aufwertung? Ich wuerde mich freuen, eure Erfahrungen dazu zu hoeren, gerade weil der Verdrängungsdruck in vielen Kiezen zu einem identitätslosen Einheitsbrei führt. Beste Gruesse, man sieht sich. :-)