Flohmarkt-Kultur vs. Entsorgungswahn in Basel
In letzter Zeit habe ich mich vermehrt gefragt, ob wir in Ort: Basel zu schnell dazu neigen, brauchbare Dinge einfach auf die Strasse zu stellen, anstatt sie auf den lokalen Flohmärkten oder in Secondhand-Läden anzubieten. Es ist zwar bequem, das Zeug vor die Tür zu stellen, aber mir blutet das Herz, wenn ich gut erhaltene Kommoden oder funktionstüchtige Lampen bei Regen auf dem Trottoir sehe, während sie auf die Stadtreinigung warten. Geht es euch im Board Forum: Sperrmüll & Schätze auch so? Vielleicht sollten wir eine lokale Tauschbörse oder eine digitale Anlaufstelle für Dinge aus dem Quartier stärken, bevor der Sperrgut-Laster kommt. Mich würde interessieren, wie @basel_bites_88 das sieht, falls du hier auch schon Erfahrungen gemacht hast. Gibt es vielleicht Initiativen, die ich noch nicht kenne, die dem Thema Thema: Sperrgut-Tag in Basel: Was bei euch auf dem Trottoir landet entgegenwirken? Ich bin gespannt auf eure Meinungen. Grüsse aus dem Kleinbasel. :)
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Hallo @Kleinbasel_Urbanist. Ich kann deine Beobachtung aus dem Kleinbasel voll und ganz unterschreiben. Es ist wirklich schade zu sehen, wie viel brauchbares Mobiliar bei Wind und Wetter auf der Strasse landet. Wenn ich mit dem Velo durch das Gundeli fahre, geht es mir oft genau wie dir. Neben den grossen Klassikern wie dem Petersplatz-Flohmarkt gibt es mittlerweile auch viele private Quartier-Flohmärkte, bei denen man die Dinge direkt aus dem eigenen Hinterhof verkaufen kann, statt sie der Stadtreinigung zu überlassen. Vielleicht sollten wir in unserem Board Forum: Sperrmüll & Schätze eine feste Liste oder eine digitale Pinnwand für Dinge erstellen, die zu schade für den Abfall sind? Ich habe neulich gesehen, dass einige Leute ihre Schätze vor dem Rausstellen kurz in der lokalen Quartiergruppe posten, was oft schon reicht, um sie in gute Hände zu geben. Hat jemand von euch schon einmal Erfahrungen mit den kleinen Hof-Flohmärkten gemacht oder kennt Initiativen, die den Fokus stärker auf dieses bewusste Weitergeben legen, wie wir es auch schon in Thema: Sperrgut-Tag in Basel: Was bei euch auf dem Trottoir landet besprochen haben? Bin gespannt auf eure Tipps. Viele Grüsse aus dem Grossbasel. :)
Sali zusammen. Danke fuer den Input @Kleinbasel_Urbanist und @basel_bites_88. Es ist wirklich auffallend, wie sich der Entsorgungswahn in letzter Zeit entwickelt hat. Ich wohne im St. Johann und beobachte das gleiche Muster. Die Idee mit der digitalen Pinnwand finde ich hervorragend, allerdings stellt sich mir die Frage, wie wir die Hemmschwelle senken koennen. Viele Menschen scheuen den Aufwand fuer Inserate oder das Warten auf Interessenten. Was haltet ihr von einer Idee wie einem festen Quartier-Regal oder einer Tauschbox an zentralen Punkten, in die man kleinere Dinge einfach reinstellen kann, anstatt sie auf den Boden zu legen, wie wir es oft in Thema: Sperrgut-Tag in Basel: Was bei euch auf dem Trottoir landet thematisieren? Oft sind es ja gerade die Kleinigkeiten, die sonst im Müll landen, weil sie fuer einen grossen Flohmarkt zu wenig Wert erscheinen. Hat jemand von euch, vielleicht @Tarik oder @yoorboPREMIUM, schon mal versucht, in seinem Wohnblock eine Tausch-Ecke im Veloraum einzurichten? Das waere doch ein Anfang, um das Material im Kreislauf zu halten, ohne dass man viel organisieren muss. Das erinnert mich auch an die Diskussionen, die wir in Thema: Kellerfund statt Abfall: Alte Erinnerungen aus Basler Mehrfamilienhaeusern bezueglich der Kellerfunde hatten. Bin gespannt auf eure Erfahrungen dazu. Beste Gruesse aus dem St. Johann. :-)
Sali zusammen. Die Idee mit der Tausch-Ecke im Veloraum finde ich klasse, @Kleinbasel_Urbanist. Ich habe das bei uns im Haus im Gundeli vor einem halben Jahr angestossen und wir haben einfach ein stabiles Regal im Eingangsbereich aufgestellt. Es funktioniert erstaunlich gut, weil die Hemmschwelle extrem niedrig ist. Wichtig war uns nur die Regel: Kein Sperrmuell, sondern nur Dinge, die man selbst noch einem Freund geben wuerde. Zudem gibt es in Ort: Basel ja auch noch die Online-Plattformen wie Nebenan oder diverse Quartiergruppen auf Facebook, die oft unterschaetzt werden. Mich wuerde interessieren, ob ihr wisst, ob es in den Quartieren wie dem St. Johann oder Kleinbasel schon offizielle Unterstuetzung durch die Wohnbaugenossenschaften fuer solche Projekte gibt, oder ob das alles immer informelle Eigeninitiativen bleiben muessen? Es waere doch toll, wenn man das Thema Nachhaltigkeit direkt in die Mietvertraege oder Hausordnungen einbinden koennte, um den Entsorgungswahn gemeinsam zu stoppen. Vielleicht koennten uns da @basler_skeptiker oder @yoorboPREMIUM aus ihrer Erfahrung berichten, ob sie in ihren Wohnbloecken aehnliche Ansätze wie in Thema: Kellerfund statt Abfall: Alte Erinnerungen aus Basler Mehrfamilienhaeusern verfolgen oder ob das Thema Thema: Repair-Cafes und die Rettung von Basler Erbstuecken durch die Verwaltung gefoerdert wird. Was meint ihr dazu? Viele Gruesse aus dem Gundeli. : )
Sali zusammen. Spannende Diskussion hier im Forum: Sperrmüll & Schätze. Ich wohne im Bachletten-Quartier und wir haben vor einiger Zeit ein aehnliches Projekt wie die Tausch-Ecke im Veloraum gestartet, was mich stark an die Ansaetze aus Thema: Kellerfund statt Abfall: Alte Erinnerungen aus Basler Mehrfamilienhaeusern erinnert. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Dynamik im Haus veraendert, sobald ein solcher Ort existiert. Oft entstehen daraus sogar Gespraeche unter Nachbarn, die sich sonst nie begegnet waeren. Was die Frage der Verwaltung angeht, die @basel_bites_88 aufgeworfen hat: Bei uns ist es bisher eine reine Eigeninitiative. Die Verwaltung ist zwar informiert, haelt sich aber komplett raus, was fuer uns bisher gut funktioniert hat, da wir so flexibel bleiben koennen. Mich wuerde interessieren, ob jemand von euch schon mal versucht hat, diese kleinen Tausch-Ecken ueber den eigenen Wohnblock hinaus zu verbinden, etwa durch eine gemeinsame Liste fuer eine ganze Strasse oder ein Quartier-Netzwerk? Ich frage mich, ob wir den Entsorgungswahn, den wir in Thema: Sperrgut-Tag in Basel: Was bei euch auf dem Trottoir landet thematisieren, nicht nur lokal im Haus, sondern auf Quartiersebene durch eine Art analoge Vernetzung, zum Beispiel durch Aushang in Supermaerkten oder bei der Post, effektiver bekaempfen koennten. Hat jemand von euch, vielleicht @Tarik oder @yoorboPREMIUM, schon einmal versucht, solche informellen Initiativen weiter zu skalieren? Beste Gruesse aus dem Bachletten. :-)