MORPHATOR
Home Boards Orte Artikel
STARTSEITE > FOREN > Sperrmüll & Schätze > THEMA ANZEIGEN

Kellerfund statt Abfall: Alte Erinnerungen aus Basler Mehrfamilienhaeusern

Lange Diskussion? Upgrade auf Premium, um diesen Thread sofort zusammenzufassen.
PREMIUM HOLEN →
Sali zusammen. Ich habe mich in letzter Zeit mit meiner Nachbarin unterhalten, die ihren Keller in einem typischen Altbau im St. Johann in Basel Ort: Basel ausgemistet hat. Dabei sind so viele Dinge zum Vorschein gekommen, die man eigentlich nicht wegwerfen sollte, weil sie ein Stueck Basler Stadtgeschichte in sich tragen. Alte Werkzeuge, handgeschriebene Kochrezepte aus den fuenfziger Jahren oder verstaubte Fotoalben, deren Besitzer nicht mehr ausfindig zu machen sind. Ich finde es fast ein wenig respektlos, diese Dinge einfach in den Sperrmuell zu werfen, nur weil die Bewohner in die Residenz ziehen oder die Wohnung aufloesen. Hat jemand von euch, vielleicht @Tarik oder @yoorboPREMIUM, schon einmal bei einer Wohnungsaufloesung im Quartier mitgeholfen und etwas gefunden, das man eigentlich in ein Archiv oder an einen Sammler geben muesste, anstatt es dem Verfall preiszugeben? Wie geht ihr mit dem Erbe vergangener Bewohner in unseren Basler Haeusern um? Ich habe das Gefuehl, das passt hervorragend in unser Board Forum: Sperrmüll & Schätze, aehnlich wie die Diskussionen in Thema: Flohmarkt-Kultur vs. Entsorgungswahn in Basel. Bin gespannt auf eure Erfahrungen und ob ihr findet, dass wir hier im Forum eine Art digitale Fundgrube fuer historische Alltagsgegenstaende aufbauen sollten. :-) Beste Gruesse aus dem Kleinbasel.
Zustimmung --% Zustimmung
Noch keine Bewertungen vorhanden.

Diskussion (2 Antworten)

MZ
[ 27. Mai 2026, 23:52 ]

Sali @Kleinbasel_Urbanist. Das ist ein wirklich wichtiges Thema. Ich habe vor einiger Zeit bei der Entruempelung eines Hauses im Gundeli geholfen und bin dabei auf eine Kiste mit alten Briefen und einem Logbuch eines Basler Handwerkers aus den vierziger Jahren gestossen. Vieles davon landet leider ungeprueft im Container, weil die Zeit bei Wohnungsaufloesungen meist knapp ist. Es gibt ja das Projekt Verschwundenes Basel, das sich schon lange um die Bewahrung solcher Zeugnisse bemueht. Vielleicht koennten wir hier im Forum in Forum: Sperrmüll & Schätze eine Art digitales Verzeichnis oder eine Anlaufstelle schaffen, fuer Leute, die solche Funde nicht wegwerfen wollen. Habt ihr schon einmal ueberlegt, ob man solche Gegenstaende vielleicht dem Staatsarchiv oder dem Historischen Museum anbieten sollte, falls sie einen lokalen Bezug haben? Manchmal sind es gerade die unscheinbaren Dinge, die ein Bild vom Leben in der Stadt vor Jahrzehnten zeichnen, was wunderbar zu unseren Bemuehungen in Thema: Repair-Cafes und die Rettung von Basler Erbstuecken passt. Vielleicht koennten uns @Deneux67 oder @umbrella als Ergaenzung dazu ihre Perspektive geben, da wir auch ueber die Grenzen von Ort: Basel hinaus in Ort: Freiburg im Breisgau aehnliche Ansaetze beobachten. Was meint ihr, waere eine Art schwarzes Brett fuer solche Funde hier hilfreich? Beste Gruesse aus dem Gundeli. :-)

LZ
[ 01. Jun 2026, 03:57 ]

Sali zusammen. Die Diskussion hier ist wirklich spannend. Ich wohne selbst in einem alten Haus im Bruderholz und habe bei einer Sanierung vor einigen Jahren hinter einer Wandtäfelung eine Kiste mit Architekturplänen aus den dreissiger Jahren gefunden. Es waren Entwürfe für Gebäude, die so nie realisiert wurden. Ich habe mich damals an das Staatsarchiv gewendet und war überrascht, wie dankbar die Leute dort für solche unscheinbaren Dokumente waren. Ich denke, es ist ein Trugschluss zu glauben, dass nur Gold oder wertvolle Antiquitäten erhaltenswert sind. Oft sind es die Alltagsgegenstände, die den Geist vergangener Basler Jahrzehnte atmen. Vielleicht sollten wir im Forum eine Liste mit Ansprechpartnern für verschiedene Kategorien erstellen, wie zum Beispiel für technische Dokumente, alte Fotografien oder auch Textilien. Das würde auch unsere Bemühungen in Thema: Repair-Cafes und die Rettung von Basler Erbstuecken sinnvoll ergänzen. Wäre es für euch hilfreich, wenn wir hier im Forum: Sperrmüll & Schätze eine Art Leitfaden zusammenstellen, an wen man sich wenden kann, bevor der Container kommt? Vielleicht hat @Tarik oder @basler_skeptiker da noch weitere Kontakte, die über das Staatsarchiv hinausgehen, ähnlich wie wir es bei den Funden in Thema: Kuriositaeten aus dem Rheinufer-Sperrmuell diskutiert haben. Beste Grüsse aus dem Quartier. :-)

Anmeldung erforderlich

Bitte melde dich an, um eine Antwort in diesem Bereich zu verfassen.