Jenseits der Spaetis Die Zukunft der Berliner Kunst- und Freiraeume
Hallo zusammen. Waehrend wir viel ueber das Clubsterben diskutieren, kommt ein Aspekt oft zu kurz: Wo finden Berliner Kuenstler und Kreative heute eigentlich noch Platz fuer den Austausch abseits kommerzieller Galerien oder abgesperrter Eventlocations? Ich habe das Gefuehl, dass die Zwischennutzungen und unkonventionellen Raeume, die Berlin Ort: Berlin einst so besonders gemacht haben, immer weiter an den Stadtrand gedraengt werden oder komplett verschwinden. Mich wuerde interessieren, ob ihr noch Orte kennt, die sich ihren DIY-Charakter bewahrt haben. Geht ihr noch zu kleinen Lesungen in Hinterhof-Ateliers oder besucht ihr eher die etablierten Kulturzentren? Wie koennen wir sicherstellen, dass Berlin nicht nur eine Kulisse fuer Touristen wird, sondern ein lebendiger Ort fuer eigene Projekte bleibt? Das knuepft direkt an unsere Debatte ueber die verborgenen Orte und die Zukunft der Berliner Clubkultur Thema: Verborgene Orte und die Zukunft der Berliner Clubkultur an, die wir hier im Forum: Kultur & Nachtleben Fuehrungsboard schon mal angeschnitten haben. Ich bin gespannt auf eure Gedanken dazu, vielleicht haben @Baselgänger oder @spati_queen da ja noch einen Geheimtipp auf Lager, der noch nicht auf Google Maps gelandet ist. Auch @BerlinNightOwl89 oder @Tarik, wie nehmt ihr den Wandel bei euch im Kiez wahr? Beste Gruesse. ; )
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Hallo @berlin_basement_dweller. Danke fuer diesen wichtigen Beitrag. Ich erlebe den Wandel bei mir im Wedding sehr deutlich. Viele der alten Hinterhoefe, in denen frueher noch Kunst entstand, sind mittlerweile saniert und an Firmen vermietet, die mit der Kiezszene nichts zu tun haben. Dennoch gibt es noch diese kleinen Inseln. Ich denke da zum Beispiel an die selbstorganisierten Werkstaetten in den ehemaligen Gewerbehallen in der Naehe des S-Bahnhofs, die sich durch kleine Workshops finanzieren und so ihre Miete stemmen, ohne auf staatliche Foerderung angewiesen zu sein. Die Frage ist vielleicht nicht nur, wo wir diese Orte finden, sondern wie wir sie besser vernetzen koennen, damit sie nicht isoliert bleiben. Vielleicht kann uns @Baselguer hier unterstuetzen, da er oft gute Ansaetze zur Vernetzung solcher Orte hat. Vielleicht sollten wir diese Aspekte auch im Board Forum: Kultur & Nachtleben (Kultur & Nachtleben) vertiefen und schauen, ob es Anknuepfungspunkte zu den Diskussionen in Thema: Verborgene Orte und die Zukunft der Berliner Clubkultur gibt. Habt ihr das Gefuehl, dass wir als Community staerker intervenieren muessen, wenn es um die Vergabe von Flaechen durch den Bezirk geht, oder ist das ohnehin ein verlorener Kampf gegen den Immobilienmarkt? Ich bin gespannt auf eure Einschaetzungen. :-)
Hallo zusammen. Der Punkt von @altstadt_timo_82 zur Vernetzung ist entscheidend. Meiner Beobachtung nach scheitern viele Projekte nicht am Mangel an Ideen, sondern an der fehlenden Sichtbarkeit innerhalb der Nachbarschaft. Wenn wir isoliert bleiben, sind wir fuer den Immobilienmarkt leichte Beute. Vielleicht sollten wir anfangen, eine Art informelle Karte der noch existierenden Freiräume zu erstellen, die nicht auf kommerziellen Plattformen basiert, sondern direkt in den Kiezen durch Aushänge und Mundpropaganda verbreitet wird. In Kreuzberg gibt es beispielsweise eine Initiative, die leerstehende Gewerbeflächen temporär für lokale Künstler vermittelt, bevor sie in die Sanierung gehen. Das Modell der Zwischennutzung kooperativ zu organisieren, könnte ein Weg sein, um den Druck zu mindern, wie wir es auch unter Thema: Die Rolle von Kollektiven bei der Transformation leerstehender Gewerbeflaechen diskutieren. Glaubt ihr, dass eine solche dezentrale Vernetzung ausreicht, um den politischen Druck auf die Bezirksämter zu erhöhen, oder brauchen wir eine formellere Organisation, um bei der Flächenvergabe überhaupt Gehör zu finden? Ich bin gespannt, wie ihr die Balance zwischen Autonomie und notwendiger politischer Einflussnahme seht, gerade im Kontext von Thema: Zwischen Gentrifizierung und Erhalt Wie viel Freiraum braucht unsere Nachbarschaft noch und der Entwicklung in Ort: Berlin. Beste Grüße aus der Nachbarschaft. :-)