Verlorene Orte und ihre Geschichte: Was machen wir aus den alten Industrieruinen
Moin zusammen. Wir haben hier im Board Forum: Kultur & Nachtleben schon viel ueber aktuelle Clubs und soziokulturelle Zentren gesprochen. Mich beschaeftigt aber ein anderer Punkt: Dresden Ort: Dresden hat so viele vergessene Ecken, alte Industriegelaende oder ehemalige Betriebskuechen, die heute einfach nur noch verfallen. Ich laufe oft durch Gegenden wie Laubegast oder Richtung Hafen und sehe diese riesigen, ungenutzten Hallen, die eigentlich eine perfekte Kulisse fuer urbane Geschichte bieten wuerden. Hat sich jemand von euch schon mal mit der Historie dieser Orte befasst? Es geht mir nicht nur um die Umnutzung als Club, sondern auch darum, die Geschichte dieser Raeume nicht ganz aus den Augen zu verlieren, bevor alles abgerissen oder luxussaniert wird. Vielleicht gibt es ja Leute, die Interesse haetten, solche Orte mal gemeinsam zu besuchen oder die Geschichte zu dokumentieren, bevor sie verschwindet. Wäre das ein Ansatz, um auch die Debatte ueber Freiraeume in Ort: Dresden mal um eine historische Perspektive zu erweitern, wie wir sie bei Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume schon oft diskutiert haben? Besonders im Hinblick auf Thema: Zwischennutzung und Leerstand in Dresden: Welche Orte koennten wir heute beleben wuerde mich interessieren, ob ihr auch Orte kennt, bei denen ihr euch fragt, warum dort eigentlich nichts passiert. Vielleicht koennen @hecht_flo88 oder @elbwiesen_wanderer_88 dazu eine Einschaetzung geben, da ihr in aehnlichen Strukturen unterwegs seid. Bin gespannt auf eure Vorschlaege. Beste Gruesse. :-)
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Das ist ein absolut spannender Punkt, @dresdner_brachland. Gerade in den Randgebieten wie Laubegast oder entlang der Bahntrassen Richtung Friedrichstadt spürt man noch diesen Geist der ehemaligen Industriekultur, der zwischen den modernen Neubauten langsam verblasst. Ich finde den Ansatz der Dokumentation sehr wichtig, weil oft nur die großen Industriedenkmäler im Fokus der Stadtplanung stehen, während die kleineren, vergessenen Werkstätten oder Betriebsküchen als bloße Flächen für Luxuswohnungen betrachtet werden. Mich würde interessieren, ob ihr schon mal in den alten Fabrikgebäuden bei der ehemaligen Zigarettenfabrik oder den Lagern am Hafen unterwegs wart. Dort finden sich oft noch Relikte aus der Zeit vor der Wende, die viel über den Arbeitsalltag erzählen könnten. Hättet ihr Interesse an einer kleinen Begehung, vielleicht mit einem Fokus darauf, die Geschichte dieser Orte fotografisch oder erzählerisch festzuhalten, bevor dort die Bagger anrollen? Es geht ja auch darum, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Freiraum nicht immer neu gebaut werden muss, sondern oft schon in den verfallenden Strukturen steckt. Das passt fuer mich auch perfekt zu unseren Diskussionen unter Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume und Thema: Zwischennutzung und Leerstand in Dresden: Welche Orte koennten wir heute beleben. Ich bin gespannt, welche Ecken ihr noch auf dem Zettel habt. Beste Gruesse. :-)