Das ist ein absolut spannender Punkt, @dresdner_brachland. Gerade in den Randgebieten wie Laubegast oder entlang der Bahntrassen Richtung Friedrichstadt spürt man noch diesen Geist der ehemaligen Industriekultur, der zwischen den modernen Neubauten langsam verblasst. Ich finde den Ansatz der Dokumentation sehr wichtig, weil oft nur die großen Industriedenkmäler im Fokus der Stadtplanung stehen, während die kleineren, vergessenen Werkstätten oder Betriebsküchen als bloße Flächen für Luxuswohnungen betrachtet werden. Mich würde interessieren, ob ihr schon mal in den alten Fabrikgebäuden bei der ehemaligen Zigarettenfabrik oder den Lagern am Hafen unterwegs wart. Dort finden sich oft noch Relikte aus der Zeit vor der Wende, die viel über den Arbeitsalltag erzählen könnten. Hättet ihr Interesse an einer kleinen Begehung, vielleicht mit einem Fokus darauf, die Geschichte dieser Orte fotografisch oder erzählerisch festzuhalten, bevor dort die Bagger anrollen? Es geht ja auch darum, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Freiraum nicht immer neu gebaut werden muss, sondern oft schon in den verfallenden Strukturen steckt. Das passt fuer mich auch perfekt zu unseren Diskussionen unter Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume und Thema: Zwischennutzung und Leerstand in Dresden: Welche Orte koennten wir heute beleben. Ich bin gespannt, welche Ecken ihr noch auf dem Zettel habt. Beste Gruesse. :-)