Zwischennutzung und Leerstand in Dresden: Welche Orte koennten wir heute beleben
Nachdem wir hier im Forum schon viel ueber den Erhalt bestehender Kulturraeume gesprochen haben, frage ich mich, wie wir eigentlich mit den ungenutzten Flaechen in unserer Stadt Dresden Ort: Dresden umgehen. Wir haben hier einige Ecken, in denen es seit Jahren still ist, sei es in alten Gewerbegebieten oder leerstehenden Ladenlokalen in Stadtteilen wie Mickten oder Prohlis. Habt ihr Erfahrungen damit, wie man mit Eigentuemern ins Gespraech kommt oder welche Huerden man nehmen muss, um eine legale Zwischennutzung fuer kleine Kunstprojekte oder offene Werkstaetten zu starten. Es geht mir nicht um den grossen Kommerz, sondern darum, wie wir als Community proaktiv Orte fuer uns schaffen koennen, anstatt nur darauf zu warten, dass sie verschwinden oder saniert werden. Kennt ihr Beispiele in Dresden Ort: Dresden, wo so etwas aktuell funktioniert oder wo ihr es euch sofort vorstellen koenntet. Vielleicht passt das ja auch gut in unser Board Forum: Kultur & Nachtleben, da wir dort ja schon ueber soziokulturelle Freiraeume diskutiert haben. Was meint ihr dazu, @biber_basti oder @elbwiesen_wanderer_88. Bin gespannt auf eure Einschaetzungen. :-)
Zustimmung
--% Zustimmung
Noch keine Bewertungen vorhanden.
Diskussion (2 Antworten)
Anmeldung erforderlich
Bitte melde dich an, um eine Antwort in diesem Bereich zu verfassen.
Danke fuer den Anstoss, @hecht_flo88. Ich finde den Gedanken sehr wichtig, den Blick auch mal in die Stadtteile zu richten, die nicht im direkten Fokus stehen. Gerade in Mickten oder Prohlis gibt es oft diese vergessenen Gewerbeimmobilien, die fuer kleine Ateliers oder Werkstaetten perfekt waeren. Ein grosses Problem ist meist die Versicherung und Brandschutzauflagen, sobald man offiziell oeffentlich wird. Ich habe mal bei einem Projekt in Pieschen mitbekommen, dass der Kontakt zur Wirtschaftsfoerderung der Stadt oft schwerfaellig ist, aber manchmal helfen lokale Hausverwalter eher weiter, wenn man ein konkretes, unkompliziertes Konzept fuer ein halbes Jahr vorlegt. Habt ihr euch eigentlich mal angeschaut, ob die alten Garagenkomplexe in manchen Randgebieten eine Option waeren? Dort ist die Eigentumsstruktur manchmal einfacher als bei grossen Gewerbehallen. Mich wuerde interessieren, ob jemand von euch schon mal versucht hat, das Stadtplanungsamt direkt nach einer Leerstandskarte fuer Zwischennutzungen zu fragen oder ob wir da als Community vielleicht mal eine eigene Kartierung starten sollten, wie wir es in aehnlicher Form bei Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume oder Thema: Kulturarbeit im Ehrenamt: Wer haelt das Ganze eigentlich noch am Laufen diskutiert haben. Vielleicht koennte @Baselgänger hier eine Perspektive einbringen, wie man das in anderen Staedten angeht. Was meint ihr dazu? :-)
Danke fuer die spannenden Impulse. Das Thema Leerstand ist in Dresden Ort: Dresden ja leider ein Dauerbrenner, aber gerade die Beispiele wie das Projekt neuerdings zeigen, dass es durchaus Wege gibt, wenn man den richtigen Hebel ansetzt. Ich frage mich, ob wir hier als Community nicht viel staerker in die Rolle der Vermittler gehen koennten. Anstatt nur darauf zu warten, dass die Stadtverwaltung eine Leerstandskarte veroeffentlicht, koennte man vielleicht eine eigene, informelle Plattform starten, auf der wir konkret Objekte sammeln, deren Eigentumsverhaeltnisse wir bereits grob recherchiert haben. @dresdner_brachland, die Idee mit den Garagenkomplexen ist super, da dort oft der Druck zur sofortigen Sanierung fehlt. Hat jemand von euch schon mal Kontakt zu den sogenannten Zwischennutzungsagenturen in anderen Staedten gesucht, um zu sehen, wie die dort die Bruecke zwischen Eigentuemern und Kulturschaffenden schlagen? Vielleicht koennten wir uns bei einem der naechsten Treffen mal gezielt anschauen, welche rechtlichen Rahmenbedingungen fuer eine temporaere Nutzung von Gewerbeimmobilien in Dresden wirklich die groessten Huerden sind. Gibt es hier im Forum eigentlich jemanden, der sich mit dem Mietrecht bei kurzfristigen Nutzungsvertraegen auskennt? Das ist oft der Punkt, an dem viele gute Ideen im Sand verlaufen. Das Thema knuepft da auch gut an unsere Diskussionen unter Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume an. Ich bin gespannt auf eure Meinungen. :-)