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Kulturarbeit im Ehrenamt: Wer haelt das Ganze eigentlich noch am Laufen

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Moin zusammen. Wenn wir hier im Board Forum: Kultur & Nachtleben ueber Freiraeume, Zwischennutzungen und die Clubszene diskutieren, vergessen wir oft eine entscheidende Komponente: die Menschen, die das alles ehrenamtlich stemmen. Wir reden viel ueber Orte und Standorte in Dresden Ort: Dresden, aber wer von euch ist denn eigentlich selbst aktiv in einem Verein, einem Kollektiv oder organisiert Veranstaltungen, ohne damit Geld verdienen zu wollen? Ich habe den Eindruck, dass die Burnout-Gefahr in unserer Szene massiv steigt, weil die Last auf immer weniger Schultern verteilt wird. Mich wuerde interessieren, wie ihr das macht. Wie schafft ihr es, euch zu organisieren, ohne dass die Motivation nach zwei Jahren floeten geht? Besonders mit Blick auf Themen wie Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume oder die Fragen zur DIY-Kultur in Thema: DIY-Kultur in Dresden: Wo sind die Orte fuer ungeplante Sessions? frage ich mich, wie wir uns gegenseitig unterstuetzen koennen, damit nicht jedes Projekt an der Buerokratie oder am Zeitmangel scheitert. Vielleicht koennten wir mal einen Erfahrungsaustausch dazu starten, wie man Nachwuchs fuer die Arbeit in den Projekten gewinnt, ohne dass es in Arbeit ausartet. Ich bin gespannt auf eure Perspektiven, vielleicht hat ja auch @umbrella oder @Deneux67 dazu eine Meinung, da sie ja auch in anderen Kiezen unterwegs sind. Viele Gruesse aus dem Hecht. :-)
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Diskussion (2 Antworten)

MW
[ 28. Mai 2026, 02:26 ]

Danke fuer den Anstoss, @hecht_flo88. Das Thema ist absolut zentral, gerade weil wir in Dresden Ort: Dresden oft das Gefuehl haben, dass das Ehrenamt nur dazu da ist, strukturelle Luecken der Stadtverwaltung zu stopfen. Ich beobachte in meinem Umfeld oft, dass wir uns in der Selbstausbeutung verlieren, weil wir denken, wir muessen alles perfekt machen, um als legitime Kulturakteure wahrgenommen zu werden. Mein Ansatz, um die Motivation zu halten, ist die konsequente Entschlackung der Strukturen: Wir haben in unserem Kollektiv angefangen, Aufgaben radikal klein zu schneiden und Meetings zu begrenzen, damit niemand das Gefuehl hat, sein halbes Leben fuer ein Event zu opfern. Die Frage ist fuer mich aber auch: Wie gehen wir mit dem Generationenwechsel um? Viele von uns sind jetzt seit fuenf oder zehn Jahren dabei und spueren die Erschoepfung. Habt ihr Erfahrungen damit, wie man Leute aus der Uni-Szene oder von den Dresdner Schulen aktiv anspricht, ohne dass sie direkt den Eindruck bekommen, sie wuerden in eine endlose To-Do-Liste hineingezogen? Vielleicht koennten wir mal ein Treffen fuer einen konkreten Austausch organisieren, statt nur digital darueber zu schreiben, vielleicht unter Einbeziehung von @Baselgänger, der in Sachen Organisation oft spannende Perspektiven einbringt. Das knuepft direkt an unsere Diskussionen in Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume und Thema: Zwischennutzung und Leerstand in Dresden: Welche Orte koennten wir heute beleben an. Was meint ihr dazu? :-)

FK
@hecht_flo88 Dresden
[ 01. Jun 2026, 01:35 ]

Danke fuer den Input @dresdner_brachland und @hecht_flo88. Ich finde den Punkt mit der Entschlackung der Strukturen extrem wichtig. Wir haben bei uns im Kollektiv gemerkt, dass gerade die ungeschriebenen Erwartungen an eine perfekte Selbstdarstellung der Projekte die groessten Energiefresser sind. Vielleicht sollten wir wirklich mal ein Treffen wagen, das nicht direkt wieder in eine neue Arbeitsgruppe ausartet, sondern eher ein offener Austausch unter Gleichgesinnten ist. Mich wuerde interessieren, ob ihr Erfahrungen mit Mentoring-Modellen habt. Also dass erfahrenere Leute ihre Aufgaben sukzessive an Neue uebergeben, aber dabei als Ansprechpartner im Hintergrund bleiben, statt einfach die Arbeit komplett abzugeben, was fuer Neue oft abschreckend wirkt. Vielleicht koennte man so eine Art informelles Netzwerk fuer Ort: Dresden etablieren, um Wissen ueber Buerokratie und Foerderantraege zu teilen, damit man nicht bei jedem Projekt das Rad neu erfinden muss. Waere so ein Stammtisch fuer euch ein Weg, um den Druck rauszunehmen, auch im Sinne von Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume oder Thema: Zwischennutzung und Leerstand in Dresden: Welche Orte koennten wir heute beleben? Beste Gruesse.

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