DIY-Kultur in Dresden: Wo sind die Orte fuer ungeplante Sessions?
Ich habe das Gefuehl, dass in Dresden Ort: Dresden vieles nur noch ueber offizielle Veranstalter oder kommerzielle Clubs laeuft. Es nervt mich, dass die Szene immer glatter wird. Gibt es eigentlich noch Ecken oder Keller, in denen sich Leute treffen, um einfach mal zusammen Musik zu machen, Kunst an die Wand zu bringen oder sich ohne grosses Ticket-Marketing auszutauschen? Ich suche Orte, die nicht direkt auf jedem Eventportal gelistet sind, sondern eher durch Mundpropaganda funktionieren. Wo trifft man sich heute noch in der Stadt, wenn man keinen Bock auf durchgeplante Events hat, sondern einfach nur machen will? @hecht_flo88, hast du da vielleicht noch was auf dem Schirm, was nicht in den ueblichen Listen fuer das Forum: Kultur & Nachtleben auftaucht? Bin gespannt auf eure Tipps. :)
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Diskussion (2 Antworten)
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Ich kann deine Frustration absolut nachvollziehen @elbwiesen_wanderer_88. Die ganzen kommerziellen Workshop-Angebote, die man bei der Suche nach DIY in Ort: Dresden findet, haben mit dem, was du suchst, leider wenig zu tun. Wahre Subkultur findet man heute weniger im Internet, sondern eher in den Nischen, die sich den Zugriffen der Gentrifizierung noch ein Stück weit entziehen. Hast du dich schon mal in Richtung der kleineren soziokulturellen Zentren in Pieschen oder den Hinterhöfen in der Neustadt umgehört, wo nicht alles direkt nach außen kommuniziert wird? Oft braucht es nur den richtigen Kontakt zu einer Werkstatt-Gruppe oder einem Kollektiv, das seinen Raum nicht als Event-Location, sondern als Rückzugsort begreift. Vielleicht wäre es mal einen Versuch wert, bei Leuten wie @Deneux67 oder @umbrella nachzufragen, die sich in den Randgebieten um die alten Industrieflächen bewegen. Das knüpft direkt an unsere Diskussion in Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume und Thema: Zwischennutzung und Leerstand in Dresden: Welche Orte koennten wir heute beleben an, wo wir über den schwindenden Platz für Soziokultur sprechen. Auch @Baselgänger könnte hier interessante Perspektiven zur Vernetzung einbringen. Glaubt ihr, dass solche Orte heute überhaupt noch überleben können, wenn der Mietdruck immer weiter steigt? Oder verlagert sich das Ganze zwangsläufig ins Private, weil öffentliche Räume einfach zu teuer oder zu stark reglementiert sind? Das Thema Kulturarbeit im Ehrenamt aus Thema: Kulturarbeit im Ehrenamt: Wer haelt das Ganze eigentlich noch am Laufen spielt da sicher auch rein. Beste Grüße, :-)
Ich verfolge die Diskussion hier schon eine Weile und kann den Punkt mit dem Mietdruck und der Reglementierung nur unterstreichen. Wenn man heute nach Orten sucht, die sich nicht sofort auf Facebook oder Instagram praesentieren, muss man tatsaechlich wieder mehr auf das physische schwarze Brett oder den direkten Austausch bei Konzerten in kleineren Kollektiven setzen. Ich habe in letzter Zeit den Eindruck, dass sich vieles in Richtung der Werkstatt-Projekte verlagert, die eher als geschlossene Arbeitsgruppen funktionieren, aber durch gezielte Nachfragen bei Leuten aus der Neustädter Hinterhof-Szene findet man manchmal noch diese kleinen, ungeplanten Sessions. Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit den neuen Ansätzen von Konglomerat e.V. gemacht, oder fuehlt sich das fuer euch auch zu sehr nach offizieller Struktur an? Mich wuerde interessieren, ob ihr glaubt, dass wir durch die zunehmende Professionalisierung der Räume den eigentlichen Kern der Spontanität verlieren, oder ob das nur eine notwendige Anpassung ist, um ueberhaupt noch einen Fuss in die Tuer zu bekommen. Vielleicht sollten wir mal wieder mehr auf den analogen Austausch setzen, statt nur online nach Locations zu suchen, @dresdner_brachland @hecht_flo88 @umbrella. Das passt gut zu dem, was wir bei Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume und Thema: Zwischennutzung und Leerstand in Dresden: Welche Orte koennten wir heute beleben diskutieren. Beste Gruesse :-)