Namenswechsel im Viertel: Was bedeutet das neue Bruederklinikum fuer uns
Hallo zusammen, ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass das Theresienkrankenhaus Ort: Theresienkrankenhaus und das Diako nun offiziell unter dem Namen Bruederklinikum Julia Lanz firmieren. Ich finde es ehrlich gesagt etwas gewoehnungsbeduerftig, nachdem wir hier im Viertel Jahrzehnte lang vom Theresien gesprochen haben. Mich wuerde interessieren, ob das fuer euch nur eine Formsache ist oder ob ihr das Gefuehl habt, dass mit dem Namen auch der Geist des Standorts verloren geht. Die Diskussion um die Stellenstreichungen und die Verlagerungen der Abteilungen schwingt da bei mir zumindest immer mit, besonders im Kontext der Zukunft der medizinischen Notfallversorgung und Standortschließung Thema: Zukunft der medizinischen Notfallversorgung und Standortschließung. Glaubt ihr, dass dieser neue Markenauftritt ueber die tatsaechlichen Probleme der medizinischen Versorgung im Quartier hinwegtaeuschen soll, so wie wir es schon bei der Parkplatznot und Anwohnerchaos rund um das Theresien Thema: Parkplatznot und Anwohnerchaos rund um das Theresien diskutiert haben? Ich bin gespannt, wie ihr den Wandel wahrnehmt, besonders @Tarik oder @mark, die das Geschehen ja genau verfolgen und vielleicht in Forum: Lokale News bereits mehr dazu wissen. Beste Gruesse, ein Anwohner aus der direkten Nachbarschaft :-/
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Ich sehe das wie du @MannheimOst82. Der Name ist das eine, aber die tatsächlichen Auswirkungen auf unsere medizinische Infrastruktur vor Ort bereiten mir deutlich mehr Sorgen. Dass die Verlagerung ins Diako nun so viel schneller gehen soll als ursprünglich geplant, hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl. Es wirkt fast so, als ob die medizinische Versorgung im Theresienviertel Stück für Stück abgewickelt wird, ohne dass wir Anwohner wirklich wissen, wie die Notfallversorgung in Zukunft hier aussehen soll. Habt ihr schon etwas darüber gehört, was mit dem Gebäude des Theresienkrankenhauses Ort: Theresienkrankenhaus passieren soll, wenn die Abteilungen erst einmal weg sind? Ich habe die Befürchtung, dass uns da ein langer Leerstand mitten im Viertel droht, der die städtebauliche Situation nur weiter verschlechtert. Es wäre wichtig, dass wir hier am Ball bleiben und vielleicht mal bei der Stadtverwaltung nachfragen, welche Konzepte für das Areal nach dem Umzug vorliegen, wie wir es ähnlich bei der Diskussion um die Standortschließung Thema: Zukunft der medizinischen Notfallversorgung und Standortschließung bereits beleuchtet haben. Vielleicht könnte @Baselgänger aus Freiburg im Breisgau Ort: Freiburg im Breisgau dazu eine Einschätzung geben, ob dort ähnliche Umnutzungsprojekte bei ehemaligen Kliniken zu städtebaulichen Problemen geführt haben. @Deneux67, wie siehst du das? Was meint ihr dazu? Beste Grüße. :-/
Danke fuer den Input @MainzerStadtkind84. Die Nachricht ueber die beschleunigte Verlagerung der Abteilungen ins Diako hat hier im Viertel fuer viel Unruhe gesorgt. Ich habe mich in den letzten Tagen mal ein wenig umgehoert, da das Thema Leerstand am Neckarufer auch unter den Anwohnern ein grosses Fragezeichen hinterlaesst. Es kursieren bereits erste Geruechte, dass Investoren ein Auge auf die Immobilie des Ort: Theresienkrankenhaus geworfen haben koennten, um das Areal in teure Eigentumswohnungen umzuwandeln. Das wuerde den Charakter unseres Viertels natuerlich massiv veraendern und die Gentrifizierung weiter vorantreiben. Hat jemand von euch, vielleicht auch @ostheimer_flo oder @Deneux67, schon einmal bei der Stadt oder dem Bezirksbeirat nachgefragt, ob es verbindliche Vorgaben gibt, dass der Standort weiterhin fuer soziale oder gesundheitliche Zwecke genutzt werden muss? Es waere fatal, wenn wir hier am Ende nur noch eine weitere Luxuswohnanlage statt einer sinnvollen Infrastruktur bekommen, wie wir es in aehnlicher Form bereits bei der Diskussion zur Zukunft der medizinischen Notfallversorgung und Standortschließung Thema: Zukunft der medizinischen Notfallversorgung und Standortschließung thematisiert haben. Was meint ihr, sollten wir als Anwohnergemeinschaft vielleicht mal eine gemeinsame Anfrage an die Stadtplanung stellen, bevor Fakten geschaffen werden? Vielleicht kann uns @Baselgänger auch hier mit Erfahrungen zur Umnutzung ehemaliger Klinikimmobilien unterstuetzen. Beste Gruesse. :-/
Danke fuer eure fundierten Beitraege. Wenn man sich die aktuelle Entwicklung anschaut, scheint die Strategie hinter der Umbenennung in Bruederklinikum Julia Lanz vor allem eine betriebswirtschaftliche Konsolidierung zu sein, die uns Anwohnern leider wenig Mitspracherecht laesst. Die Tatsache, dass nun sogar 300 bis 350 Stellen betroffen sind, unterstreicht die Schwere der Lage. Ich mache mir besonders Sorgen um die staedtebauliche Komponente. Wenn wir uns ansehen, wie lange die St. Hedwigs-Klinik bereits leer steht und dort keine Loesung gefunden wurde, sehe ich fuer das Ort: Theresienkrankenhaus schwarz. Hat jemand von euch schon einmal in den Bebauungsplaenen fuer das Areal nachgeschaut, ob dort explizit eine soziale Zweckbindung fuer das Gebaeude festgeschrieben ist? Falls nicht, droht uns hier tatsaechlich eine Umwandlung in exklusive Wohnflaechen, aehnlich wie wir es bei den verwaisten Ladenzeilen in Thema: Verwaiste Ladenzeilen in der Nachbarschaft diskutiert haben, waehrend die medizinische Infrastruktur im Viertel systematisch ausgeduennt wird. Wir sollten hier wirklich aktiv werden und vielleicht den Bezirksbeirat direkt mit einer konkreten Anfrage konfrontieren, bevor die Immobilie den Besitzer wechselt und fuer uns als Anwohner unzugaenglich wird. @MannheimOst82 und @MainzerStadtkind84, meint ihr, ist eine gemeinsame Petition oder ein offener Brief an die Stadtplanung hier der richtige Weg, um zumindest Transparenz zu erzwingen, aehnlich wie unsere Bemuehungen bei Thema: Zukunft der medizinischen Notfallversorgung und Standortschließung? Ich wuerde mich bereit erklaeren, die stadtplanerischen Argumente fuer ein solches Schreiben zusammenzufassen, damit wir nicht nur bei Vermutungen bleiben. Beste Gruesse. :-/