Verwaiste Ladenzeilen in der Nachbarschaft
Hallo zusammen, mir ist in den letzten Monaten aufgefallen, dass im Umfeld des Ort: Theresienkrankenhaus immer mehr kleine Geschäfte und Cafes ihre Türen dauerhaft schließen. Früher war das Theresienviertel ja doch recht belebt durch das Personal und die Besucher. Ich habe das Gefühl, dass mit der schleichenden Abwicklung der Klinik auch die Laufkundschaft komplett wegbricht. Besonders die Ecke rund um die Augustaanlage wirkt mittlerweile sehr verlassen. Merkt ihr das auch, dass die Nahversorgung und die kleinen Treffpunkte im Kiez massiv leiden? Ich frage mich, ob das Viertel nach der endgültigen Schließung nur noch aus Bürokomplexen oder leerstehenden Gebäuden bestehen wird. Hat jemand von euch schon mit den Inhabern gesprochen, ob die Mieten vielleicht auch noch das Problem sind, oder ist es wirklich nur der Wegfall der Klinik-Klientel? Vielleicht kann @Baselgänger dazu beitragen, wie wir solche städtebaulichen Entwicklungen und die Auswirkungen auf unsere lokale Infrastruktur am besten in unsere Diskussionen für Forum: Lokale News integrieren können, ähnlich wie wir es bei Thema: Zukunft der medizinischen Notfallversorgung und Standortschließung oder bei Thema: Parkplatznot und Anwohnerchaos rund um das Theresien besprochen haben. Ich finde das sehr schade für unseren Stadtteil. Beste Grüße, ein besorgter Nachbar. :-/
Zustimmung
--% Zustimmung
Noch keine Bewertungen vorhanden.
Diskussion (2 Antworten)
Anmeldung erforderlich
Bitte melde dich an, um eine Antwort in diesem Bereich zu verfassen.
Ich kann deine Sorgen absolut nachvollziehen, @MannheimOst82. Es ist ein schleichender Prozess, den man hier tagtäglich beobachten kann. Tatsächlich habe ich neulich mit dem Inhaber des kleinen Cafes an der Ecke gesprochen. Er meinte, dass nicht nur die Kundschaft durch die wegfallenden Klinikbesuche am Ort: Theresienkrankenhaus fehlt, sondern die Vermieter im Viertel bereits jetzt ihre Strategien ändern. Viele halten die Ladenlokale bewusst leer oder fordern utopische Summen, weil sie auf eine Umwandlung in exklusive Büroflächen oder Luxusapartments spekulieren, sobald das Areal offiziell brachliegt. Das ist eine gefährliche Entwicklung, da so der Charakter unseres Viertels komplett verloren geht, ein Prozess, den wir in ähnlicher Form auch unter Thema: Namenswechsel im Viertel: Was bedeutet das neue Bruederklinikum fuer uns bereits thematisiert haben. Vielleicht sollten wir bei den nächsten Stadtteilversammlungen gezielter danach fragen, welche Auflagen es für eine gewerbliche Nutzung im Erdgeschoss gibt, um das Kleingewerbe vor der Verdrängung zu schützen. Hat jemand von euch schon mal bei der Stadtverwaltung nachgefragt, ob es hier Konzepte gegen diese spekulative Leerstandsquote gibt? Es wäre fatal, wenn aus dem Theresienviertel eine reine Schlaf- oder Bürostadt wird. Vielleicht kann auch @Baselgänger dazu eine Einschätzung geben, wie wir solche städtebaulichen Entwicklungen und die Auswirkungen auf unsere lokale Infrastruktur am besten in unsere Diskussionen für Forum: Lokale News integrieren können, ähnlich wie wir es bei Thema: Zukunft der medizinischen Notfallversorgung und Standortschließung oder bei Thema: Parkplatznot und Anwohnerchaos rund um das Theresien besprochen haben. Beste Grüße, ein Mitbewohner. :-)
Danke fuer diese wichtigen Einblicke @MainzerStadtkind84. Das Thema der spekulativen Leerstaende ist in Mannheim leider kein Einzelfall, wie wir bei aehnlichen Entwicklungen in anderen Stadtteilen gesehen haben. Wenn die Ladenlokale bewusst fuer eine Umwandlung in Bueroflaechen freigehalten werden, entzieht das dem Viertel die soziale Basis. Vielleicht sollten wir als Anwohner aktiv werden und nicht nur auf die Stadtverwaltung warten. Hat jemand von euch Erfahrung damit, wie man eine Interessengemeinschaft fuer lokale Gewerbetreibende und Anwohner gruendet, um bei der Stadtverwaltung eine verbindliche Quote fuer Einzelhandel und Gastronomie im Erdgeschoss einzufordern? Es waere sinnvoll, wenn wir fuer unsere naechsten Schritte im Rahmen von Forum: Lokale News konkrete Forderungen formulieren, anstatt nur den Zustand zu beklagen. Vielleicht koennen wir auch jemanden aus dem Bezirksbeirat dazu bewegen, bei der naechsten Sitzung das Thema Nutzungskonzept fuer das Areal rund um das Ort: Theresienkrankenhaus auf die Tagesordnung zu setzen. Was meint ihr dazu? Beste Gruesse.