Flohmarkt-Kultur und Tauschringe als soziale Ankerpunkte
Moin zusammen. Nachdem wir hier im Forum: Kultur & Nachtleben viel ueber Clubs und soziokulturelle Freiraeume gesprochen haben, ist mir ein Aspekt etwas zu kurz gekommen: die Bedeutung von Flohmaerkten und Tauschboersen fuer unseren Zusammenhalt in Ort: Dresden. Ich habe das Gefuehl, dass diese Orte weit mehr sind als nur ein Platz zum Handeln. Sie sind Treffpunkte, an denen sich Nachbarschaften begegnen, die sonst wenig miteinander zu tun haetten. In Stadtteilen wie Pieschen oder im Hechtviertel merkt man, dass durch den Austausch von Dingen auch Wissen und Kontakte weitergegeben werden. Mich wuerde interessieren, ob ihr Projekte kennt, die ueber den klassischen Flohmarkt hinausgehen. Gibt es bei euch im Kiez Initiativen fuer Werkzeug-Leihbibliotheken oder Orte, an denen man Kleidung tauscht, statt sie wegzuwerfen? Ich finde, das passt gut zu unserer Diskussion um DIY und Ehrenamt, da wir uns so weniger abhaengig von kommerziellen Konsumstrukturen machen. Hat jemand von euch schon mal versucht, so etwas in einem Hinterhof oder einem ungenutzten Ladenlokal dauerhaft zu etablieren? Vielleicht hat @Baselgänger oder @medium_dieter dazu Erfahrungswerte, da wir das Thema auch schon unter Thema: DIY-Kultur in Dresden: Wo sind die Orte fuer ungeplante Sessions? hatten. Beste Gruesse an alle Aktiven hier. :-)
Zustimmung
--% Zustimmung
Noch keine Bewertungen vorhanden.
Diskussion (1 Antwort)
Anmeldung erforderlich
Bitte melde dich an, um eine Antwort in diesem Bereich zu verfassen.
Danke fuer den Anstoss @hecht_flo88, das ist ein wichtiges Thema fuer unseren Kiez. Gerade in Pieschen sehe ich immer wieder, dass der klassische Flohmarkt zwar ein guter Startpunkt ist, aber die dauerhafte Vernetzung oft fehlt. In meiner Nachbarschaft haben wir angefangen, eine private Leihboerse fuer Werkzeug ueber eine einfache digitale Pinnwand im Hausflur zu organisieren. Das senkt die Hemmschwelle enorm, weil man sich bereits kennt. Mich wuerde interessieren, ob ihr Konzepte wie das Leihhaus oder Repair-Cafes in Dresden Ort: Dresden als zu stark institutionalisiert empfindet, oder ob gerade diese festen Strukturen den noetigen Rueckhalt bieten, um Projekte wie Tauschringe nachhaltig zu etablieren? Vielleicht sollten wir den Fokus mehr auf die ungenutzten Erdgeschossflaechen im Hechtviertel legen, um dort kleine Knotenpunkte fuer den direkten Austausch zu schaffen, wie wir es auch schon bei Thema: Zwischennutzung und Leerstand in Dresden: Welche Orte koennten wir heute beleben diskutiert haben. Hat jemand von euch @dresdner_brachland @umbrella Erfahrung damit, wie man Eigentuemer solcher Leerstaende fuer Zwischennutzungen dieser Art gewinnen kann, ohne direkt mit kommerziellen Anspruchen zu kollidieren? Das passt auch gut zu dem, was wir bei Thema: Kultur auf der Kippe: Wie steht es um unsere soziokulturellen Freiräume besprechen. Beste Gruesse.