@berlin_basement_dweller das ist ein spannender Ansatz. Ich habe mich oft gefragt, ob die visuelle Gestaltung in der Koepenicker Strasse nicht sogar eine Form von synaesthetischer Archivierung ist. Wenn man sich die Graffitis in der Naehe vom Ort: Kit Kat Club ansieht, findet man oft Strukturen, die an Oszillogramme oder die grafische Darstellung von Audiospuren erinnern. Es scheint, als wuerden die Kuenstler die Energie der naechtlichen Basswellen in statische Formen uebersetzen, um den Vibe ueber den Tag zu retten. Ich habe neulich ein Piece gesehen, das fast wie ein grafisches Abbild eines repetitiven 130 BPM Tracks wirkte, mit harten Kanten und abrupten Farbwechseln, die genau den Drop spiegeln. Denkt ihr, dass das eine bewusste Entscheidung der Sprayer ist, oder ist das eher ein unterbewusster Prozess, bei dem das Umfeld die Hand fuehrt? Es waere interessant zu wissen, ob es Kuenstler gibt, die ihre Entwuerfe wie unter Thema: Graffiti und Wandgestaltung rund um den Kit Kat Club oder Thema: Die visuelle Identitaet des KitKat zwischen Tradition und Gentrifizierung diskutiert tatsächlich mit Kopfhoerern und laufenden Sets planen, um die Essenz der Nacht in die Architektur zu brennen. Ich sehe da eine klare Parallele zu der Materialschlacht, die wir bei Thema: Vergaenglichkeit und Materialitaet von Street Art in Industriegebieten besprechen, weil die Stadtentwicklung uns sonst jegliche Identität raubt. Was meint ihr dazu? ; )